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Ray City aka Razer City

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51 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 2:16 am

LTF

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Admin
Fiore war also sein Name... Der Name dieses widerlichen Vogels, der sie so schamlos... Verarscht hatte. Ob nun gewollt oder ungewollt. Dennoch war, die Nähe zu diesem in die Jahre gekommenen Narzisst gespürt zu haben, ein interessantes Erlebnis für Sierra...
Etwas, worauf sie den Rest ihres Daseins gerne verzichten konnte.

Die Füchsin ließ ihre Arme sinken und versuchte die Informationen zu sortieren.

Baker. Piratenkönig?
Der Anführer des gesamten Abschaums im Süden des Kontinents. So was hätte es zu Zeiten der Familie Acorn niemals gegeben... Wobei das Unsinn war, dass wusste Sierra. Es gab es schon damals, aber wenigstens versuchte man dagegen anzugehen.

So viel sie von Robotniks ''Reich'' wusste, beschränkte es sich auf die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Acorn und diverse, scheinbar irgendwie strategisch wichtige, Punkte beschränkt zu sein. Da er das einzige, wirklich funktionierende Kommunikationsnetzwerk kontrollierte, wusste man das alles nicht so genau.



Plucked hatte gesagt, dass er dabei war Leute anzuwerben...

S.:''Sag mal Plucked...''

Sie sah ihn fragend an und näherte sich den beiden ein paar Schritte.

S.:''Was genau hattet ihr bzw. hattest du eigentlich vor, bevor ich mit den Daten hier aufgetaucht bin? Irgendwas hast du doch vor.''

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52 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 2:25 am

"In der ganzen Stadt gibt es insgesamt Vier Roboter-fabriken. Unser Plan war es eine in die Luft zu jagen und zeitgleich die komplette Datenbank leer zu räumen," antwortete er ohne großes Zögern.

"Wir haben sie beim ersten Anlauf nur beschädigt bekommen, aber immerhin haben wir aus unserem Fehler gelernt. Heute abend wollten wir es nochmal versuchen. Ich weiß nur nicht ob das der richtige Weg momentan wäre," führte er fort.

"Wir könnten so wichtige Informationen ausgraben, Beakie," kam es von Cecily.

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53 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 2:33 am

LTF

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Admin
"Beakie", fragte Sierra in die Runde, ohne auch nur eine winzige Sekunde zu zögern.

Die Idee war gut. Fabriken zu zerstören war natürlich immer eine gute Idee, aber die Datenbank zu räumen könnte wichtige Informationen über den Zusammenbau der Swatbots und eventuell sogar der Steahlbomber geben. Allerdings glaubte Sierra nicht daran, dass in den Fabriken selbst noch wichtigere Daten versteckt wären.

Letztendlich war es eben doch "nur" eine voll automatische Roboterfabrik.

Es waren wirklich 4 in dieser Stadt? Muss wohl ein Knotenpunkt der Roboterherstellung auf dem Kontinent sein.

"Wenn ihr eine Fabrik gestern angegriffen habt, dann werden diese jetzt mit Sicherheit strenger bewacht, als vorher. Wäre es dann nicht sinnvoll als Ablenkungsmanöver eine der Fabriken anzugreifen, während man sich gleichzeitig in eine der anderen schleicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Wachen an Ort und Stelle lassen, wenn eine Fabrik in Gefahr ist."

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54 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 2:39 am

"Wegen seinem Schnabel, der wurde im Dorf deswegen auch 'Brokenbeak' genannt," erklärte Cecilia von oben.

"Und nein," sagte Plucked, selbstverständlich diesen Punkt ignorierend,"wir haben sie vor einigen Stunden infiltriert. Allerdings hatte es ein Problem gegeben."

"Ich bin mindestens genauso gut wie Robotnik, ich habe nur nicht die Mittel die er hat, das ist das Problem!" kam der Kommentar von oben.

"Nicht nur das, eben auch diese Falle...jetzt wo es mir auffällt..." der Vogel wendete sich an die Füchsin, "kann es sein, dass Skorpia dich mit Absicht hat gehen lassen?"

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55 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 2:55 am

LTF

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Admin
Sierra war geschockt.
Was? Wie? Wo?! Sie sah ihn völlig entsetzt an, ließ dann aber ihren Blick an ihm herunter zu Bode sinken. Das war...

Sie schüttelte - noch immer völlig starr vor Entsetzen - den Kopf.
Wieso hatte sie nicht daran gedacht?
Im ersten Moment hatte sie gedacht, Plucked - "Beakie" - würde sie verdächtigen für Robotnik zu arbeiten, aber... Was, wenn das stimmte und sie nichts davon wusste? Was, wenn das stimmte? Was... Wenn DAS stimmte?!

Angst überrollte sie. Sie hob ihre Hände ihrem gesenkten Blick entgegen und ging die Ereignisse der letzten 48 Stunden im Schnelldurchgang durch. Es schockte sie nicht, dass er es glaubte... Sie begriff, dass es sie schockte, da sie diesen Gedanken bisher erfolgreich verdrängt hatte.

War sie schuld?

Robotnik hatte sie in der Nacht mit mehr Swatbots überfallen, als Sierra sich hätte vorstellen können. Aber davor hatten sie doch alle Möglichkeiten ausgeschlossen...

Sie schloss die Augen erneut und schüttelte den Kopf erneut. Dieses Mal bewusst.

Tigress und Muddle hatten sie beschützt. Sie hatten die fliegenden Swatboteinheiten angegriffen, abgelenkt und ehe Tigress von einem der hydraulischen Greifarme erfasst hatte... Hatte die Tigerin die Füchsin aus der "Schusslinie" gestoßen.

Sie zwang sich zum ruhigen Atmen.
Zwang sich.

...

Funktionierte nicht.

Diese Möglichkeit musste einfach in Betracht gezogen werden.

...

Ihre Gedanken funktionierten, ihre Beine allerdings nicht. Denn als sie an diesem Punkte ihres "Schocks" angekommen war, hatte Plucked sie längst stützen müssen. Mit einem Arm über ihren Rücken hatte er ihr eine unsanfte Landung auf dem Eisenboden erspart...
Sie nun aber in eine ihr - ebenfalls deutlich sichtbare - peinliche Lage gebracht.

Nachdem er sie losließ, setzte sie sich jetzt hin.

...

Sollte sie? Alles erzählen? Alles was passiert war?

Sie hatte sich so... In die Worte Skorpias vergraben... Um sich abzulenken?

Jetzt da sie sitzte und den Gedankengang - also die Möglichkeit - in Betracht zog, erlaubte sie sich einfach ihre Gefühle zu akzeptieren. Ihr Blick war gesenkt, ihre Ohren ebenfalls. Natürlich war sie erschüttert gewesen, dass ihre Freunde gefasst wurden...

Doch jetzt war sie das erste Mal wirklich... Traurig.

Während nun ihre Gefühle mit ihrer Fassung rangen - was ihr sonst nie passiert wäre - spürte sie förmlich, wie sie vergangene Ereignisse verdrängen wollte.

"Wenn das stimmt", sagte sie und brachte sich den Tränen noch näher.

Heulen wie ein Baby... Dachte sie.

"Dann... Dann..."

Sie wollte gar nicht wissen, was sie mit einem Spion oder einem Verräter - gewollt oder nicht - getan hätte.

"Dann kann ich nicht hierbleiben. Ich kann nicht hier bleiben."

Ihre Stimme begann sich zu überschlagen, ihre Atmung hektisch. Sie geriet schlicht und ergreifend in Panik.

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56 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 3:06 am

"Wenn sie auch nur unbewusst für Robotnik arbeitet dann-" begann Plucked.

"Ist das das Beste was uns den letzten paar Monaten passiert ist," kam die Antwort von einem Neuankömmling. Die Partie wendete sich zu eben diesen um.

Alle vorgestellten Mitglieder der 'Wacht' waren da.

Mia, die schwarze KAtze mit den grünen Augen, gehüllt in ein leichtes Kleid.
Lander, der rote Affe mit goldgelben Musterungen, trug Hemd und Hose in unterschiedlichen Grüntönen.
Und White, der grinsend seine Hand auf den Kopf des Mädchens legte.

"Ich sehe wir haben hier tatsächlich einen Freedom Fighter," sagte er.

Plucked schaute ihn an, "Was meinst du damit?"

"Ganz einfach: Wenn das stimmt was ihr da theorisiert, dann ist das einfach der Idealfall, den unsere Werte Skorpia hat genug Ego um zu behaupten, sich in Fremde hineinversetzen zu können und daher meint ihr Blatt zu zeigen," erklärte er.

Mia lächelte, holte aber einen Fächer herraus um sich Luft, nunja, zuzufächern, "Und damit hat sie uns nur gezeigt, dass wir die Asse in der Hand haben."

Lander stellte sich als letzter hin, den Kopf kratzend, "Was bedeutet?"

"Wir tun das offensichtlichste," kam es von White der die Hand von Sierras Kopf löste, "Wir schlagen ihnen mitten in die Magengrube."

Plucked seufzte, das war typisch White. Er hatte die Situation genommen und sie einfach in die verrückteste Richtung geworfen. Wie immer.

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57 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 3:24 am

LTF

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Admin
Sierra hörte zwar was White sagte und spürte auch dessen Hand auf ihrem Haar - was ihn in einer anderen Situation die Hand gekostet hätte - aber jetzt...
Sie weinte. Sie schniefte nicht, schloss die Augen nicht. Sie weinte mit offenen Augen, spürte das Brennen und sah starr und still zu Boden. Es war ihr unsagbar peinlich, aber sie spürte es glücklicherweise nicht.

Sie hatte machte sich schreckliche Vorwürfe, aber sie spürte auch das glücklicherweise nicht.
Alles, was ihr Herz - gefühlt - in diesem Moment zu zerquetschen drohte, war Angst. Angst davor wirklich ein Spion zu sein. Angst davor, was dann mit ihr geschah.

Es war aber auch eine andere Angst da, die Sierra nicht erfassen konnte.

...

In die Realität holte es die Füchsin allerdings dann doch, dass White seine Hand von ihrem Kopf hob. Entsprechend hob sie ihren Blick, schämte sich Kopf schüttelnd für ihre Tränen und wischte sich diese mit dem Handrücken aus dem Gesicht. Wobei sie eher das Gefühl hatte mit ihren Tränen den Handrücken zu waschen, als umgekehrt...

Was... Wenn Skorpia gewollt hatte, dass sie diese Informationen bekam?

Sie wollte wütend sein, aber irgendwie hatte sie plötzlich das Gefühl nicht länger unter Gleichgesinnten... Sondern unter Feinden zu sein.
Sie spürte es. Denn Spione wurden immer gleich behandelt.

S.:"Bist du verrückt?!"

Sie wollte wütend klingen, klang aber verzweifelt.

S.:"Wenn das wahr ist... Wenn ich wirklich ein Spion bin..."

Niemals hätte sie gedacht diesen Gedankengang haben zu müssen. Sie hätte niemals - für nichts - Robotnik gedient. Weder "früher", noch jetzt.
Und doch...

Doch...

S.:"Dann sind diese ganzen Informationen nutzlos. Wenn Skorpia irgendwas mit mir angestellt hat, dann hat sie sicher auch gewollt, dass ich die Daten bekomme. Was ist, wenn sie gewollt hat, dass ich sie überhaupt belauscht habe?!"

Ihre Atmung wurde wieder schneller. Sie wäre am liebsten raus gerannt.
Nicht aus dem "Raum". Sondern aus Shangri-La.

Wieso hatte sie das Gefühl, dass es stimmte? Wieso zweifelte sie selbst nicht mehr daran? Wieso... Konnte sie...

Sie wollte niemanden in Gefahr bringen...

S.:"Ich hasse Robotnik. Ich hasse ihn! Hasse ihn, hasse ihn, hasse ihn!!"

Jetzt kam die Wut. Durch den plötzlichen Umschwung an Emotionen überschlugen sich ihre Worte und sie begann zu Husten, da dem Keuchen auch noch die verengte Kehle hinzukam.

S.:"Wieso hat er das getan?! Wieso macht er das mit mir?!? Ich habe immer... IMMER für die Freedom Fighter gekämpft und jetzt seht mich an! Seht mich an?! Was bin ich? Wer bin ich?!"

Wieso bin ich so schrecklich feige?

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58 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 3:35 am

White schaute sie an, grinsend: "Und? Was ist wenn sie es wollte? Wir können sicher davon ausgehen, dass sie an den besagten Stellen Wachen aufstellen wird und ihr Hauptgebäude etwas ruhig stehen lassen wird. Hinzu kommt, es ist der alte Tower in der Mitte, direkt über Shangri-La. UND!"

Auftritt: Fiore de la Gardia.

"Überraschungsmoment?" die nächste Stimme durchhallte den Raum, der Pirat war alleine gekommen, stand nun sicher lächelnd da, "Wenn das mal kein Schicksal ist. Es taucht ein Mädel auf und schon will man sich an Skorpia direkt vergreifen. Ich schätze das man meine Großartigkeit um Hilfe bitten will, daher würde ich 8:2 vorschlagen."

Plucked schaute einmal über die Gruppe und ging dann auf Sierra zu, "Es ist wie White sagt, was soll's, alles was wir jetzt tun müssen ist den Spieß umzudrehen, und zwar mit Explosionen. Datenbank ausräumen, wenn möglich Informationen von Dragon selbst beschaffen, beziehungsweise ihn Befreien und dann morgen lad' ich euch alle auf ein Essen bei Vilm ein."

Er reichte ihr erneut die Hand, "Also, hilfst du uns Skorpia ein wenig Anarchie beizubringen?"

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59 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 3:45 am

LTF

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Admin
Im Prinzip hatte sie von irgendwem geschlagen werden wollen.
Geschlagen dafür, dass sie eine Spionin sein könnte. Geschlagen dafür, dass sie sie alle in den Robotisierer führen könnte.

Nicht zuletzt deswegen, weil sie sich einfach nicht überwinden konnte, "alles" zu erzählen.
Sie hatte vorgehabt es zu verschweigen, bis sie Skorpia angegriffen und vernichtet - oder zumindest zerlegt - hätten. Sie wollte mit Dragons Hilfe eine Lösung dafür finden und so tun, als wäre das alles nie passiert...

Dass das jetzt allerdings bedeuten könnte, dass sie ein Spion sei, zwang sie förmlich dazu, es zu sagen.

Doch sie wollte nicht.

Musste nicht. Denn offensichtlich waren all diese "Freedom Fighter" hier schlicht und ergreifend wahnsinnig. Wenn sie wirklich eine Spionen war und was sie, nachdem sie die letzten 48 Stunden mindestens 321 Mal - binnen weniger Sekunden - durchgegangen war, nicht bewusst war...
So würde Skorpia doch wissen, dass sie kommen würden.

Sie versuchte sich zu beruhigen. Sie hatte sich lange genug wie in panisches, kleines Mädchen aufgeführt. Hier wurden Pläne zur Beendigung Skorpias Herrschaft gemacht. Wenn das erfolgreich wäre, wäre es Sierra egal, was sie war oder was sie in Zukunft wäre.
Ihr Problem wäre dann nur ihr Problem.

Sie atmete noch einmal tief durch, hob den Kopf, strich sich über die laufende Nase und nickte dann.

Wieso sollte ihr Problem sie zu einer Spionin machen? Letztendlich könnte es auch nur ein Irrtum sein. Doch warum dann...

S.:"Ich würde lieber als Freedom Fighter sterben wollen, als als eventueller Spion noch länger rumzuheulen."

Sie sah Plucked wütend entgegen, suchte jeden Blick der anwesenden.

S.:"Ich werde Skorpia in Stücke reißen und dann werden wir ja sehen, wer das kleine Mädchen ist."

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60 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 3:59 am

Die Gruppe bewegte sich damit los, während Fiore ihnen hinterhersah. Sein Lächeln verschwand... Er hatte sich nicht verschätzt.

Und er hatte keine Lust zu sterben, also würde er die Nacht hier verbringen und Rum saufen bis zum geht nicht mehr. Immerhin würde ihm das Leben das gönnen.

Man nahm die Schiffe zur Innenstadt um von dort zum Fahrstuhl zu kommen, doch als alle von den Booten runter waren und Plucked gerade anfangen wollte einen Plan zu erklären, stellte sich die gelbe Gepardin der Gruppe entgegen.

"Und wo zum Geier wollt ihr hin?" fragte sie mit ernsten Blick und Ton. Plucked, der an der Spitze lief ging auf sie zu.

"Wir haben einen todsicheren Plan Skorpia abzusetzen, wir gehen ins Hauptquartier und-" KOPFNUSS!

Der Vogel stolperte nach hinten. "IDIOT!" stieß Aki aus, "Ich weiß das ihr heute viel verloren habt, aber zum Geier, jetzt da hoch zu gehen wird nichts anderes bringen, als euch ein vorzeitiges Ende zu bescheren. NIEMANDEM wird es helfen!"

Die Gruppe schaute sie an, während ihr Blick von Plucked über den Rest der 'Wacht' zu White hin ging, "Ilos war uns allen Lieb und ich weiß, dass ihr eine Familie gewesen seid. Doch Rache wird euch nicht weiterbringen. Ihr seid nicht hierhin gekommen um Rebellen zu spielen, sondern um was zu beschützen. HABT IHR DAS VERGESSEN?!"

Ihr Blick ging zu der Füchsin, "Und du? Glaubst du ernsthaft, dass Dragon es wollen würde das du dein Leben einfach wegwirfst, ohne Plan, ohne Sinn? Glaubst du er hat dich hierhin geschickt nur damit du alle Hoffnung aufgeben kannst?"

"WARUM SEID IHR BIS HIERHIN GEKOMMEN? Jeder von euch hat noch was zum kämpfen, einen Grund und wenn ihr wirklich den höchsten Turm erklimmen wollt, dann werdet ihr auch am tiefsten fallen!"

Die Gepardin schaute über die Gruppe, "Kommt zur Besinnung, dieser Kampf wird sich nicht heute lösen, wahrscheinlich auch nicht morgen. Wenn das, was ich von Cecily bekommen habe stimmt, dann werden sie Dragon für eine Weile nichts antun und auch die anderen Punkte werden sich kaum innerhalb von wenigen Stunden gegen uns richten. Jetzt gilt es nicht, einzeln nach vorne zu schreiten, sondern das wir alle zusammenhalten und gemeinsam eine Lösung finden."

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61 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 4:19 am

LTF

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Admin
Irgendwo, in dem Turm den alle Bewohner dieser Stadt so sehr hassten, saß die robotisierte Löwendame mit dem Skorpionschwanz... Es war ihr Privatgemach, was der einzige Raum im gesamten Gebäude war, den sie selbst hatte einrichten können oder wollen.
Mal von den Wandteppichen abgesehen, die längst vergessene Wappen und Landschaften zeigten...

War der Raum mit jedem erdenklichen Komfort ausgestattet. Ein großes - riesiges - Bett, seidene Vorhänge vor den ebenfalls Wand großen Fenstern... Einem Schreib... Nein, Schminktisch mit großem Spiegel. Nachttisch und all den Dingen, die man sich in einem Raum der Extraklasse eben vorstellen musste.
In der Mitte saß Skorpia, den langen Skorpionschwanz über eine der Lehnen hängend, mit einem Glas Rotwein in der Hand.

Eine Symphonie spielte von irgendwo her... Gerade laut genug, damit sie hören und genießen konnte.

Sie lächelte ein wenig, was ihrer absoluten Entspannung zuzuschreiben war.

...

Bis ein lautes Piepsen in ihrem eisernen Ohr eine Kontaktaufnahme ankündigte. Es war die Stimme eines Swatbots. Es war schrecklich, wenn man den eigenen Geist nicht mehr mit irgendeinem teilen konnte... Aber andererseits hatte sie eine Armee von willenlosen, dummen Sklaven.
Ob nun als Roboter geschaffen oder robotisiert.

SB:"LADY SKORPIA. RAZER CITY LIEFERT ERSTE DATEN. DEM PROTOKOLL WIRD ZU EINHUNDERT PROZENT ENTSPROCHEN."

Sie schwenkte den Rotwein in ihrem Glas und nickte. Die Stimme verschwand und die Musik kehrte zurück.

Ihr Blick, der eben noch entspannt, aber ziellos in die Ferne blickte... Sie schwor, er reichte jetzt bis hin nach Robotropolis. Zu all denen, die ihr im Weg standen.

Sk.:"Auf dich Mobius! Auf die Zeit, in der du in der Hand einer Lady sein wirst!"

Ein weibliches, aber grausames Lachen erfüllte die Gänge, Räume und Zellen des Turmes... Den alle in dieser Stadt hassten.

...

Man sah es allen an.
Es war, als hätten Akis Worte die Wut davon gespült und nur Schmerz, Trauer und Erschöpfung zurückgelassen.

Wut bei denen, die Skorpia nicht verzeihen wollten. Trauer bei denen, die Ilios' Tod nur langsam - wenn nicht erst jetzt - zu verstehen oder zu akzeptieren begannen...
Erschöpfung vor allem bei der Füchsin.

Sie war in das HQ von Skorpia eingedrungen, wenn auch nur in den äussersten Bereich, war von dort geflohen... Verfolgt und beschossen worden... Verlief sich in den Kanälen der Stadt... Stürzte... Kämpfte - so dachte sie es gerade zumindest - in der Arena...
Hatte geheult wie ein kleines Mädchen.

Hatte wirklich geglaubt, dass sie eine Spionin sein könnte.

All das, wurde ersetzt durch Müdigkeit. Einzig und allein durch die Stimme der Vernunft. Am liebsten hätte sich Sierra einfach auf den Boden gesetzt oder auf die Knie fallen lassen, aber es erschien ihr dann doch zu weiblich. Wie verdammt spät war es eigentlich?
Dass sie in ihrer Wut dem Tod entgegen gerannt wurde, war genauso schnell abgeschlossen, wie der Gedanke eine Spionin sein zu können.

Natürlich bestand die Wahrscheinlichkeit noch. Doch der Gedanke, dass sie immernoch "sie" war - wenn auch nicht in allen Details - reichte aus, um sie zu beruhigen.

Sie nickte erneut. Wollte sich entschuldigen...

Was sie auch machte. Allerdings sah sie Aki dabei nicht in die Augen. Sie kam sich jetzt wirklich vor wie ein Kleinkind.

S.:"Es tut mir leid."

Dragon würde leben. Alle ihre Freunde. Wenn auch nicht heute Abend.

Sie sah zwischen den anderen umher. Niemand schien jetzt noch kämpfen zu wollen. Wenn gleich sie sich sicher war, wären sie nicht gestoppt worden, wären sie dort hin gezogen.

S.:"Ich... Möchte schlafen."

Peinlich oder nicht, es brachte es auf den Punkt.

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62 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 8:42 pm

Aki nickte dem Mädchen zu, “Das sollten wir alle tun. Heute war ein langer Tag,” sagte sie.

Die Gruppe nickte einander nur zu, ehe sie sich trennen wollten. Mit Zögern, die Füchsin hatte noch nicht wirklich einen Schlafplatz bekommen, soweit sie es wussten.

Die kleine kommt bei mir unter, da ich nicht glaube das irgendeiner von euch noch Platz über hat,” kam es von Akis Seite, was die anderen dankbar hinnahmen, ehe sie die Füchsin zu ihrem Heim führte. Dies war eben das Gebäude in der Mitte und jetzt will ich die Chance mal nutzen es von innen ernsthaft zu beschreiben.

Es hatte diesen fernöstlichen Touch. Die Wände innen waren rot tapeziert und die Inneneinrichtung war mit Gold geschmückt. Das Sofa auf dem Aki gesessen hatte war eines von zweien und einem Sessel, die um einen Tisch standen, auf dem kerzen leuchteten. Eine Tür führte raus aus dem Raum, welcher neben Sofas und Tisch noch einige Statuen aus unterschiedlichen Ländern, vielleicht sogar aus anderen Kontinenten, zum Schmuck hatte. Laternen waren an den Wänden gefestigt, auf ihnen waren Zeichnungen, die Musterungen an die Wände warfen, jedoch nichts was die Pracht des sonstigen Raumes unterbrach.

Es war gelindegesagt das beste Haus im gesamten untersten Stock von Shangri-La.

Durch die Tür durch findest du auf der linken Seite die Küche und dahinter das Schlafzimmer, auf der rechten Seite ist eine Dusche, eine funktionierende sogar,” sagte Aki ohne großes hinauszögern durch wilde Erklärungen. Sie hatte selbst andere Dinge im Kopf.

Mach's dir gemütlich, wenn du was essen willst: Nimm dir was aus dem Kühlschrank. Ansonsten leg dich schlafen,” führte sie aus, “Ich muss noch arbeiten.

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63 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 9:25 pm

LTF

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Admin
Den Weg zurück zu Akis Wohnsitz war nichts gesagt worden.
Sierra war ein Stück hinter der Gepardin geblieben... Ihrem Blick so gut es eben ging ausweichend. Nicht, dass sie viel Wut oder Enttäuschung erwartet hätte. Sie wusste lediglich, dass sie selbst wie ein Wasserfall mit Erklärungen loslegen würde, würde sie Aki in die Augen sehen.

An manchen Tagen ging wirklich alles schief.

Ja, die Inneneinrichtung war prachtvoll. Für eine Füchsin, die mit grob abgeschnittenen, kurzen Haaren, einem staubigen Fell und Streifen aus zerrissenen Laken um Hände und Füße dastand... Allerdings weder beeindruckend, noch interessant.
Es war ein Haus. Ein schönes zwar, aber nur ein Haus.



Bei dem Wort ''Dusche'' erstarrte die Füchsin erneut. Lediglich kurz, denn zumindest dieses Problem war leicht zu umgehen.
Sie hasste Duschen. Sie hasste Baden.

Wenn Sierra, schon seit je her und ohne ersichtliche Erklärung, etwas hasste...
Dann war es nicht die Tatsache sauber zu sein.

Sondern Wasser.

Sie war mehr, als jeder andere, wasserscheu.



Sie konnte sich gar nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal an einem Tag so oft zu Boden gesehen hatte. Sierra musste einfach noch etwas sagen, ehe sie sich einfach von dannen machte. Immerhin... Wusste sie, dass Dragon Aki sehr mochte.

Sehr.

S.:''...''

Doch sie schwieg. Zumindest zum Thema Dragon. An diesem Tag war schon genug Schmerz erlitten oder ausgesprochen worden. Hunger hatte die Füchsin keinen.

S.:''Danke.''

Für alles? Für das? Für eben? Sie hatte eigentlich etwas hinzufügen wollen, doch auch dies unterdrückte sie. So ging Sierra ohne ein weiteres Wort oder einen weiteren Blick zur Gepardin den Weg entlang, den sie ihr beschrieben hatte.
Tür... Küche... Tür... Zi...

Zimmer?!

War es im ''Saal'' noch an ihr vorbei gegangen, so überrollte sie der Prunk hier nicht nur förmlich, sondern auch wörtlich. Ein gigantisches Bett, in dem sie sicher 4x nebeneinander hätte liegen können, wahrscheinlich unbezahlbare Teppiche... Alles.
Vasen, die man nicht einmal anfassen wollte, ein Tisch mit großen Spiegel, der vergoldet schien... Ein gewaltiger Schrank.

Die Tür zur Dusche ignorierte sie mit Vergnügen.

Seufzend schloss sie die Tür hinter sich, den Tag langsam als beendet akzeptierend. Erschöpft trat sie, nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, einen Schritt zurück und ließ sich an eben dieser zu Boden sinken.
Sitzend vor der Tür, den Blick auf den Boden gerichtet...

Wirklich ein schöner Teppich.

Dachte sie daran, Aki die Wahrheit zu sagen. Doch was würde es ändern? Nichts.
Sie schüttelte den Kopf und spürte dabei, wie Sand aus dem Fell rieselte. Immerhin ließ sie das schwach lächeln.

Sie hatte vor dem Schlafengehen immer gerne in ihrem Fell gewuschelt und dabei sie Sandberge bestaunt, die sich daraus bildeten.
Einen Moment zögerte sie zwar... Doch wie sie sich schier unbewusst die kurzen Haare zu verwuscheln begann, wurde es im nächsten Moment eine wahre Rauferei.

Entsprechend gelb färbte sich auch der Boden um sie herum. Wie Schnee.



Sie zog das Sweatshirt aus, schüttelte es ein paar Mal aus und legte es dann über die Lehne des Stuhls, der vor dem Schreib... Schmink...
Vor dem Teil mit dem großen Spiegel stand.

Die Mullbinden löste sie vorsichtig – wer weiß wo sie das nächste Mal welche herbekam – und sah dabei wieder zurück zum Sweatshirt.
Normalerweise trug sie keine Kleidung... Viele Mädchen trugen Kleidung oder Kleider, um Jungs ''neugierig'' zu machen oder um eben dies zu verhindern... Aber einen praktischen Zweck hatten sie nicht. Weshalb auch Kerle dies in der Regel mieden.
Ausser Schuhe und Handschuhe natürlich, aber es erschien ihr besser, das Teil das mitzunehmen. Weniger Blicke, weniger Fragen.

So stand im Licht der Kerzen, die mit den Streichhölzern daneben nur darauf gewartet hatten entzündete zu werden...
Die Füchsin Sierra zum ersten Mal ''völlig'' frei in ihrem braun/weiß gestreiften Fell da und wuschelte sich soviel Sand aus dem Fell, dass sie es sicher mit der Hand zu Häufchen hätte schieben können.

Nachdem das Rieseln selbst verebbte und das Licht der Kerzen an die Wände um sie herum unzählige, obskure Schatten warf...
Entdeckte sie sich selbst im Spiegel.

Meine Güte konnte sie ernst drein blicken... War ihr Gedanke.

Ein schwaches Lächeln folgte, während sie begann ihr Gesicht von beiden Seiten zu betrachten. Die Arme... Den Körper und den extrem buschigen Schweif. Dadurch, dass er etwas kürzer war, als gewöhnlich – zumindest hatte Sierra das Gefühl – erschien er buschiger.

Naja.

Immerhin süß.

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64 Re: Ray City aka Razer City am Mi Okt 12, 2011 9:51 pm

Aki setzte sich an den Tisch und lehnte sich ersteinmal zurück. Erneut eine Nacht wo sie nicht schlafen könnte.

Dragon...du Vollidiot...” war alles was sie rausbekam, ehe sie einige Papiere und Stifte hervorkramte und sich an die Arbeit machte.

...

Der Wolf schaute auf den Nachthimmel mit einem Lächeln, dann wendete er sich zum Fährmann um.

Danke für die Fahrt. Mit so einem effektiven Kanalsystem, wer weiß, vielleicht wird diese Hure Robotniks euch doch nicht alle umbringen.

Die berobte Ratte seufzte, ehe sie sich umdrehte um aus den alten Ruinen zu verschwinden. Sie ließ Baker alleine zurück. Nicht das es den Wolf ernsthaft störte, er musste jetzt nur zu seinem Flieger zurückkehren. Übermorgen könnte er dann wieder die Ruhe seines Quartiers auf der Argus genießen.

Der Wolf ging nach vorne, nach wenigen Schritten wieder den Sand verfluchend, der in seine guten Schuhe ging. Er vermerkte sich in Gedanken, sich bei Robotnik oder Aki zu rächen, wenn seine Schuhe das hier nicht überleben würden.

Er verließ die steinernen Ruinen, welche viele Kilometer ab der Stadt lagen, nur um in Scheinwerferlicht zu laufen.

'Zivilist! Ergib dich!'

...

Reika stand in der Mitte der Arena, irgendwo in die Ferne starrend, als der feuerfarbene Vogel sich ihr von hinten näherte.

Ich habe gehört, dass du nicht verfügbar wärst. Du hast die Füchsin im Kampf jedoch absichtlich aus der Bahn getreten,” sagte er, sich auf das Holz neben ihr lehnend. Er schaute einmal kurz in ihre Richtung, es gab keine Reaktion.

Beeindruckend, eine Maschine aus Fleisch und Blut zu sehen,” seine Stimme klang wie feinster Honig, “Ich frage mich nur, wieso du das machst. Was hat dich dazu veranlasst hierhin zu kommen und doch weg zu bleiben?

Keine Reaktion.

Naja, was auch immer. Ab irgendeinem Punkt wirst du wahrscheinlich wieder vollkommen Wach sein, und so wie die Dinge stehen, wirst du dir in diesem Moment wünschen, in der Dunkelheit geblieben zu sein.” Mit einem lächeln näherte er sich an sie heran.

Fiore flüsterte ihr dann ins Ohr: “Ich kann dir dahin zurückhelfen, wenn der Moment gekommen ist, und dir die passende Tauchausrüstung geben. Wenn es also soweit ist, kannst du dann also versinken oder von selbst tauchen, deine Entscheidung.” Er klopfte ihr auf die Schulter und wendete sich ab. So konnte er sie nicht gebrauchen, aber der Vogel hoffte ernsthaft, dass die Situation sich zu seinen Gunsten wenden würde.

...

'Zivilist er-ge...b..d'

Der letzte funktionierende Teil des Swatbots wurde unter dem Fuß zertreten. Baker selbst kratzte sich am Hinterkopf, steckte sein Messer wieder ein. Eine Patroullie um die Uhrzeit, hatte man nichts besseres zu tun als ihn zu nerven. Er klopfte sich den Sand von den Schultern.

Spitze,” kommentierte er, die Reinigung würde wieder was kosten, da konnte er sich gleich einen neuen Anzug anfertigen lassen.

Er drehte sich wieder in Richtung der Wüste, holte seine Taschenuhr heraus, dank des wolkenlosen Himmels und dem Lichtsmog machte er die Uhrzeit aus. Er war noch in seinem Zeitplan.

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65 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 2:40 pm

LTF

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Admin
Sierra hatte sich inzwischen im Schneidersitz auf das Bett gesetzt und war nun in das Buch vertieft, welches auf ihrem Schoß lag. Nichts Besonderes, vor allem nicht äusserlich. Das schwache Kerzenlicht reichte gerade so aus, dass jemand – der kein Fuchs oder Eule war – die Schrift hätte lesen können. Wenngleich die Worte, die die Füchsin dort hineinschrieb, ihr heilig waren.

Zumindest vorerst.

Es war das Tagebuch, welches sie am Körper – bzw. im Schwanz – mit sich herumgetragen hatte. Sie hatte es noch nicht lange, doch es sollte ihr helfen sich selbst nicht zu vergessen und Veränderungen an sich zu dokumentieren.
Es war wenig ''Romantik'' dabei gewesen, als Tigress es ihr gegeben hatte. Eine gute Idee? Ja.

Die Länge der Kerze hatte sich in der Zwischenzeit wenig verändert. Es war absolut still und die Füchsin schwor sogar das Rauschen des Wassers in den Kanälen zu hören. Da es allerdings kein Rauschen gab, fragte sie sich, was sie sonst hören konnte.
Immer wieder blieb ihre Hand stehen, während ihre Augen einen geschriebenen Satz noch einmal überflogen. Sie korrigierte nie etwas, fügte nur hier und da Notizen hinzu.

In diesem Buch, welches sie früher als lächerlich empfunden hätte, ging es nur um sie. Es ging nicht um das Eindringen in Skorpias Basis, die Informationen oder Ähnliches... Nur um sie, ihre Emotionen dabei, Reaktionen und Gedanken.
Wenngleich sich ihr Blick vor allem bei der Notierung bzgl. Fiore und Plucked verzog.

Fiore weil... Was wohl?
Plucked, weil er sie mit wenigen Worten von ihrer ''eisernen Entschlossenheit'' hatte abbringen können.

Welche Namen sonst?

Aki, die Gepardin... Die trotz ihrer ''Entstellung'' hier unten ohne Zweifel das Szepter in der Hand hatte.

Mia, die schwarze Katze, die sie nach ihrem Erwachen in Shangri-La beruhigt hatte.
Sierra musste dabei einfach lächeln.

Baker. Ein Wolf, dessen Namen sie noch keinem Gesicht zuordnen konnte, aber ziemlich viel Einfluss zu haben schien. Gleichermaßen seltsam war es wiederum, dass Robotnik dem noch nicht entgegen gewirkt hatte. Sie würde den Namen im Auge... Bzw. im Ohr behalten.

Jo, die Kämpferin.

Cecilys Name fiel ihr auch ein. Die komische Waschbärin, die nach eigener Aussage nach der Weltherrschaft strebte. In Sierras Augen nur ein Weg belustigend zu wirken... Selbst wenn der Satz ernster gemeint gewesen sein konnte.

Der letzte, an dieser Stelle zu erwähnende Eintrag, galt Reika.
Die weiße Katze war eigentlich nichts Besonderes. Ein ''kurzes'' Mädchen – offensichtlich älter, aber kleiner als Sierras – mit einem ordentlichen Schaden. Dennoch notierte sie sich alles, woran sie sich erinnern konnte darin.
Denn... Irgendwie erschien Sierra ihr Verhalten unnatürlich. Diese Leere.

So oder so: Sie hatte Sierra mit Sicherheit vor einem völlig unfairen Tod bewahrt und dafür würde sie sich revanchieren. Garantiert.



Sie legte das Buch unter das Kissen und legte sich dann mit dem Gesicht nach oben, alle Viere von sich gestreckt, auf das Bett.

Keinen Moment später fielen ihr die Augen zu.

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66 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 3:23 pm

Die Uhren schlugen Mitternacht als die Räder des Schicksals begannen sich zu drehen.

Fiore de la Gardia und seine Leute hatten sich beim Fährmann gemeldet und wurden aus der Stadt rausgebracht. Er hatte alles geklärt was geklärt werden musste und es hatte sich ergeben, dass er selbst noch einiges außerhalb der Stadt zu tun hatte.

Eine Person schaute vom Dock zu, wie die Gruppe in der Dunkelheit verschwand. Er hatte schaute auf seine Armbanduhr, noch eine halbe Stunde, dann müsste er los. Die Person drehte um.

...

Muddle fiel erschöpft zu Boden, 'sein' Atem lag schwer. Das Kissen ruhte noch in seinen Händen. Wer auch immer das Schlachten gewonnen hatte, es war vorbei. Jede anwesende Person lag am Boden.

Night hob die Hand, “Beste Kissenschlacht, evah!” sagte sie in einem heiseren Ton. Sie hatten mehr rumgebrüllt als geplant, doch Emma hatte sie einfach gelassen. Es war ein gutes Gefühl. Muddle schaute zu ihrer linken, wo White sich an ein Bett angelehnt hatte, die Augen geschlossen. Er schnarchte.

Ilos hatte auf der anderen Seite die Widder auf seinem Bauch zu liegen, warf einen flehenden Blick in Richtung Muddles, dieser wurde ignoriert als auch der blaue Hase sein Kissen unter dem Kopf platzierte. Es war gut, dass sie die Matratzen auf dem Boden verstreut hatten. Ilos Schlachtplan hatte also auch im Nachhinein funktioniert.

Lander saß unter dem Fenster, direkt neben Cecily, die an irgendeiner Sorte von Bonbon lutschte. Ginger hatte die Ohrenstöpsel mal wieder drinnen und man hörte das leichte Drönen der E-gitarren. Das Frettchen namens Rib lag zu Muddles Füßen, ebenfalls schlafend. Crome und Brikk lagen voreinander, schwer schlafend. Es war ein Aufeinandertreffen der Titanen gewesen, aber am Ende hatte Night beide verprügelt gehabt.

Als Muddle seinen Kopf platzierte bemerkte er, dass die Mähne von Rip an sein Kopfhaar ging, er zog sich selbst ein wenig weg davon. Nur um an Rib zu stoßen. Er hörte das Kichern von Claw, welcher vorher zusammen mit Rick die Widder in Grund und Boden gestampft hatte, mehr oder weniger.

Und Black? Black war auf halben Wege ausgeschieden, als er sich den Kopf gestoßen hatte, wie es sich für den Tollpatsch gehörte.

Aber das war nicht, was dies wirklich die beste Kissenschlacht evah hatte werden lassen. Unter den Decken zusammengekauert lagen sie, Ghost und Reika. Ihre Kissen hatten sie schnell verloren gehabt aber dennoch, sie hatten das erste Mal mitgemacht. Es fühlte sich einfach komplett an.

Muddle schaute nochmal in Richtung White, er schien was gutes zu träumen, wenn man von seinem Lächeln ausging.

Wahrscheinlich davon, wie diese für immer bestehen würde. Auch wenn das sicherlich kein Traum sein würde.

...

Shangri-La war vollkommen dunkel. White sah noch, wie sich die Matriarchinnen abseits von Aki zur Flucht vorbereiteten und ein guter Teil der Bevölkerung ihnen folgte. White musste lächeln, irgendjemand hatte sein Gespräch mit Fiore belauscht und nun war eine stille Panik ausgebrochen. Niemand wollte, dass irgendjemand von 'Akis Fraktion' was mitbekam, aus für ihn erfindlichen Gründen.

Er zog durch eine Stadt die in ihren Todeszuckungen war und eine Sonne war nicht zu sehen.

Als er so durch die Straßen wanderte, fiel sein Blick unweigerlich auf die Arena.

...

Der Regen nieselte leise auf das Holz des Waisenhauses. Alle befanden sich beim Abendbrot, als Marshall die Frage stellte: “Wir halten am Ende des Monats einen Ball in der Roaming Swallow Zone, würdet ihr mich begleiten, meine Dame.

'Whoooo' kam es von der Seite, die Mädchen seufzten. Die Szene war ja 'so romantisch' und fürs allgemeine wurde es wahrscheinlich als Liebeserklärung deklariert.

Natürlich wollte Emma nicht gehen, doch Night ergriff das Wort: “Du brauchst auch mal 'ne Pause von uns und ein Ball klingt doch super. Du kannst alles in meinen Händen lassen. Ich glaube zumindestens du hast dir einen Urlaub von uns verdient,” sagte sie mit einem weiten Grinsen.

Für sich vermerkte Emma lächelnd, wie erwachsen dieses kleine Sklavenmädchen doch geworden war. Nicht das sie jetzt zustimmen wollte, dazu konnte sie erst ein einstimmiger Kinderchor bewegen. Es war wahrscheinlich die beste Szene in der Idylle der Familie und Night hatte große Pläne für diese eine Nacht in der sie 'sturmfreie Bude' hatten.

...

Er legte die Lederjacke über Reikas Schultern, “Du solltest nach Hause gehen. Was ist wenn deine Wunden sich wieder öffnen?

Keine Reaktion. White schaute auf den Boden, er fühlte sich schwach. Er hatte Angst. Er brauchte jemanden zum reden, irgendwas lockeres.

Erinnerst du dich noch daran, als die Widder Muddle-” Soviel zum Thema Locker. Die Widder, seine Fäuste ballten sich, und von Muddle wusste er natürlich auch nichts. Er war damals abgehauen, ohne irgendwas zu sagen. Was wohl aus ihr geworden war, ob sie wohl akzeptiert hatte ein Mädchen zu sein...

Ich-” begann er erneut, schluckte jedoch. White atmete tief durch. Er fühlte sich verantwortlich, für alles, wäre er einmal richtig gedreht, dann wäre alles das nicht passiert. Jeder Tote, jedes Familienmitglied. Er wollte Frei sein.

ES TUT MIR LEID!

...

Der Regen fiel auf das Dach, denn ein weiterer Sturm hatte de Rainy Cliffs Zone erreicht. Night deckte Reika zu, die vor Angst zitterte. Night lächelte, “Mach dir keine Sorgen, heute Nacht braucht die Erde nunmal wieder einen großen Sturm, damit morgen früh die Sonne wieder richtig schön scheinen kann,” sagte sie, dem Mädchen mehr oder weniger Mut machend. “Ja, weißt du, als ich so alt war wie du, da hatte ich furchtbare Angst vor den Blitzen, vor dem Donner und vor dem Wind. Da war jemand bei mir, der meine Hand gehalten hat, so wie ich dir jetzt deine halte und ich wusste, dass ich sicher bin. Aber, als ich älter wurde, merkte ich, das Stürme nunmal zum Leben dazugehören. Ohne sie würden keine Pflanzen sprießen, wir hätten kein Trinkwasser. Ohne die Stürme, wäre nichts.

Heute war die schützende Hand von Emma nicht da, sie war auf einem Ball mit Marshall und der Sturm, der das Holz knarzen ließ und die anderen Kinder, ja selbst solche Leute wie Rick in ihre Betten getrieben hatte. Sie ging ihre Runde, einige waren noch nicht müde, andere wiederrum wollten nicht aus dem Bett, also beschloss sie, mit Claw, White, Epic und Rip in die Küche zu gehen und Karten zu spielen, bis sie einschlafen würden. Immerhin benötigten sie einen kleinen Zeitvertreib.

Sie spielten eine Weise, zumindestens, bis Night glaubte, was auf dem Gang gehört zu haben. Sie ging raus um nachzuprüfen, raus aus der Küche, in den Flur. Die Jungs warteten einige Sekunden, bis unter dem Donner der Schrei des Mädchens ertönte.

Sie stürmten allesamt raus, White vorneran, nur um direkt in den Angreifer reinzurennen, dieser packte den kleinen Husky am Kragen und schmetterte ihn durch die nächste wand. Rip und Claw schauten den viel größeren Kerl an, ein roter Schakal mit einem brutalen Grinsen.

Hinter ihm lag Night, inmitten einer roten Pfütze.


Der Kerl ging auf die Kinder zu, die anfingen zu kreischen. Ein Messer wurde durch Rips Kopf gejagt, Claw mit einem einzigen Hieb bewusstlos geschlagen.

Er packte Epic und drehte an ihrem Kopf, worauf nur noch ein Knacken zu hören war. Das Mädchen fiel zu Boden. Die anderen hatten gehört was passiert war und kamen hinab.

Er prügelte sich auch durch sie ohne Probleme durch bis er vor einer bestimmten stehenblieb. Einem kleinen, hellblauen Fischkatzenmädchen, welches sich aus Reflex an Muddle drückte, welcher vor ihr stand.

Und eben dieser Muddle zitterte am ganzen Leib als er das Blutbad sah, welches der Fremde angerichtet hatte.

W-warum?” fragte Ilos, der in diesem Moment das Messer, was vorher Rip abbekommen hatte nunmehr in seiner Schulter stecken hatte.

Och kleiner, nimm's nicht persönlich,” hatte der Kerl mit einer brutalen Stimme geantwortet, “So läuft das Leben nunmal, mal gewinnt man, mal verliert man.

Er ging auf Muddle zu, der nur zurückweichen konnte, Tränen kamen aus seinen Augen.

Wo war Emma? Warum stand Night nicht auf? Was sollte er tun? Was sollte er tun? Was sollte sie tun?

Muddle sah nur wie die Person mit der Faust ausholte, bevor auch für ihn alles schwarz wurde.

Der Kerl hob aufjeden Fall eine Augenbraue, als White vor ihm stand, Tränen in den Augen, zitternd auf den Knien, aber dennoch mit geballten Fäusten.

Lass sie gehen,” sagte er, die bewusstlose Fischkatze auf der Schulter des Schakals meinend.

Er lachte auf, “Du hast Mut kleiner,” sagte er, bevor er White mit einem Tritt zu Boden und mit einem weiteren nach draußen warf. Dort prallte der Junge auf den Sand, das Regenwasser prasselte auf seinen Körper.

Der Schakal sprang hinterher, landete vor ihm, grinste breit. “Weißt du...wenn du's überlebt, dann kannste dir was hübsches merken: Ich bin...

Warum er das sagte, wäre White noch in Zukunft egal gewesen, er würde es ihn bereuen lassen. Alles würde er ihn bereuen lassen.

Noch bevor der Morgen anbrach hatten sich Ilos, White, Lander und Cecilia entschlossen die Verfolgung aufzunehmen. Getrieben von dem naiven Glauben, mit Reika auch ihre Familie retten zu können.

...

Ich weiß, dass alles nicht vergebens war. Plucked hat uns vorangebracht, Ilos hat uns oben gehalten. Wir sind nie zu solchen Monstern geworden wie der Vagrant. Reika...wir haben alles gegeben für dich, für unsere Familie. Nun ist Ilos tot.

Keine Reaktion.

Ich weiß nicht ob du mich hörst, aber...Ich habe auf dieser Reise viel gelernt. Ich habe Free wiedergesehen, ich habe mit Marshall zusammen gekämpft. Ich habe Himmel und Hölle durchquert und vor 4 Jahren, habe ich dich gefunden. Reika, ich weiß nicht durch was du durch bist, aber...ich will, dass du eine Sache weißt...

Reikas Ohren spitzten sich, als die wichtigsten Worte seinen Mund verließen. White trat einen Schritt auf sie zu, packte sie, drehte sie, dass sie sich gegenseitig angucken konnten.

Wir sind Familie.

Egal was passiert.

...

Die roten Augen weiteten sich, eine einzelne Träne floss ihr Gesicht hinab als er sich von ihr abwendete.

Sie sah White vor sich, nicht den kleinen Jungen, der von Nüssen getroffen wurde, von denen die Bäume nicht existierten, sondern ein junger Mann der für etwas gekämpft hatte. Sie sah Shangri-La hinter sich, sie sah ihre eigene Geschichte vor ihrem Gesicht: Den Vagranten, Streuner, den Piratenkönig, Robotniks Pakt mit eben diesem, die Zeit in der Arena Shangri-Las, ein langer Schlaf...sie hatte White oft gesehen, eine schwarze Katze die jede Nacht nicht von ihrer Seite gewichen war. Und heute, eine braune Füchsin, die in den Kampf gesprungen war.

W-White?

Er lächelte als er sich von ihr abwendete, “Ich will die Jacke heile wiederhaben, hab' sie von meiner Schwester.

Sie fiel auf die Knie und zum ersten Mal in 8 Jahren fühlte sie den Boden unter sich, sie brach zusammen, schreiend. Sie wusste, dass sie White nicht nochmal wiedersehen würde. In dem Moment wo sie aufgewacht war, sah sie sich wieder in die Dunkelheit fallend.

...

Sie fand sich als eine unter vielen in einer Kammer stehen. Ihr Blick ging umher, die Blicke waren alle wie der ihre, vollkommen von Angst erfüllt. Sie trugen alle die gleichen Klamotten, hatte alle etwa das gleiche Alter.

Da waren Leute auf einem Podest, die auf sie herabschauten.

Eine der Personen stellte sich vornehin, “Kinder,” sprach sie ins Mikrofon, sich als Frau zu erkennen gebend, “Von heute an, werdet ihr der Welt und der Wissenschaft dienen. Ihr werdet der Körper des Fortschritts von Mobius und das Herz unserer Zukunft! Habt keine Angst, denn obwohl ihr euch jetzt alleine vorkommen werdet, so werdet ihr bald merken, dass dieses neue Zuhause weitaus sicherer und besser gestellt ist, als eure Alten. Ihr werdet hier glücklicher sein als jemals zuvor, denn ihr werdet von nun an mit jedem Schritt wissen: Ich tue das hier um ALLE nach vorne zu bringen! FÜR MOBIUS!

Streuner nannte sich die Frau, die zu diesem Zeitpunkt, wie auch zu jedem anderen einen langen Mantel trug und ihr Gesicht unter einer Gasmaske versteckt hielt. Orden schmückten ihren Körper, sie sah aus wie ein Militär.

Sie sah einen großen Kerl, felllos mit rotem Bart auf der Bühne stehen, hühnenhaft gegenüber Streuner und sie sah den Piratenkönig auf der Tribüne, wie er feierlich die Hand des anderen schüttelte. Sie hatte in den ersten Momenten nicht verstanden, was mit Fortschritt gemeint war. Später jedoch würde sie realisieren, dass damit Auslese gemeint war.

Da war keine wirkliche Erinnerung an all die Jahre, nur dass sie mehr als einmal komplett gebrochen wurde. Sie wollte sich ehrlich gesagt auch nicht mehr daran erinnern. Doch was sie noch wusste waren folgende Worte: “Ich hol' dich hierraus.

Frees eiserner Gesichtsausdruck, Flammen, Ausdrücke des Zorns, Tod, Rot.

...

White übergab dem Fährmann den Sprengstoff. “Auf ein gutes Gelingen,” sagte er der berobten Ratte, ehe er selbst in den Fahrstuhl stieg, sich das Hemd ein letztes Mal richtend. Ein Lächeln zierte sein Gesicht, er ging nochmal alles durch den Kopf. Er hatte eigentlich nicht vorgehabt den Tag so zu beenden, aber was sollte es. Baker hatte sie verraten bevor es überhaupt sicher gewesen war, dass er auf ihrer Seite war. Er fragte sich nur warum? Was für ein Ziel hatte einer der meistgesuchten Verbrecher von Mobius mit dem was er tat.

White seufzte, so lange er den Kurier bekommen würde, wäre alles in Ordnung.

Er kroch durch den kleinen Gang, kam unter der Ruine hervor. Es war keine Wache in Sicht, also hechtete er über den Platz in die Dunkelheit der Gasse. White hatte bevor sie losgezogen waren nur grob mitbekommen, wie Baker einem seiner Leute etwas in die Hand gedrückt hatte und das es für Robotnik war. Er wolle sich nicht mit einer Person wie Aki rumschlagen, wenn er schon genug Probleme hatte Robotnik im Dunkeln über die Pläne seines 'Chefs' im Dunkeln zu halten.

Die Situation war problematisch, er bewegte sich durch die Gassen und nach einer Weile hörte er ein lautes Knallen in der Ferne. Er sah zurück, dort wo die Ruine gewesen war nun Rauch, der Alarm schallte wieder und er wusste, dass alle Aufmerksamkeit nicht auf ihn und nicht auf den Kurier liegen würde. Mit etwas Glück würde er es überleben.

...

Der Mond zog über den Himmel, als der in einen blauen Anzug gekleidete Luftschiffpirat fröhlich in Richtung des Turmes schritt, erster Maat des Piratenkönigs selbst war er jetzt, sein erster Job: Pläne an Robotnik übergeben, die alles über Shangri-La verrieten, was er selbst hatte in Erfahrung bringen können. Es war nicht viel, aber dennoch viel mehr als Robotnik selbst besaß. Er musste das nur mit den folgenden Worten übergeben: “Um unsere Freundschaft zu erneuern.”

Es würde so einfach werden.

Er schritt etwas weiter, ehe er eine Swatbot-Patroullie sah, die um eine Kurve kam und in die andere Richtung marschierte, er hob die Hand, “HEY-”

In diesen Moment fühlte er wie er von der Seite in eine der Gassen gezogen wurde. Eine Person hielt ihm den Mund zu und, gerade als er einen Blick auf den Angreifer bekam, brach er ihm das Genick. White schaute auf den Leichnam hinab und nahm den kleinen Datenstick an sich. Er lächelte, ehe er ihn zerbrach.

Dann drehte er sich und schaute direkt in das Scheinwerferlicht.

'Zivilist ergib dich.'

Vielleicht würde er aber auch heute noch sterben. Mit einem leichten Lächeln nahm er die Hände hoch und verfluchte sein Leben.

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67 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 4:34 pm

LTF

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In dieser Nacht hatte Sierra einen schrecklichen Traum.

Sie sah White in der Dunkelheit der Nacht durch die Straßen Ray Citys rennen. Der weiße Husky, dessen Blick mehr Trauer in sich trug, als Sierra selbst jemals gespürt zu haben glaubte. Sie sah ihn von oben herab... Spürte weder die Kälte der Nacht, noch den Zugwind in ihrem Fell.

Sie sah, wie er den Kurier umbrachte, nur im nächsten Moment von den Swatbots gefangen genommen zu werden. Ohne Widerstand, ohne ein Wort zu sagen.
Es kam ihr wie ein Selbstmord vor... Als hätte er gewusst, dass es kommen würde.

White wurde erkannt. White war bekannt unter den Truppen in und um Ray City... Einer der ''Wacht''. Vielleicht der Wichtigste.
Nach seiner Gefangennahme wurde sofort Großalarm im Inneren des Turmes geschlagen. Normalerweise wurden gefangene Mobianer sofort zu dem Robotisierer in der Spite des Turmes gebracht, um danach in eine der Fabriken gesteckt zu werden.

Doch war es jemand ''Besonderes'', kam Skorpia persönlich.
Deswegen wurde Großalarm geschlagen. Dies durfte auf keinen Fall gestört werden.

White wurde nicht das Innere des Turmes gebracht, sondern – gepackt von einer fliegendem Swatbot – an Hydraulikarmen zur Turmspitze gebracht. Über dem Robotisierer gab es nur die ''Brücke''. Der Ort, an dem alle Daten Ray Citys zusammenliefen.
Es dauerte nicht einmal Minuten, bis White von der Straße hoch, durch eine sich öffnende Wand hindurch in einen der ''Glasbehälter'' des Robotisierers gestellt wurde.

Der Raum war groß, verdammt groß. Rund, auf 2 Etagen aufgeteilt... Während auf der unteren Ebene die Maschinen, Instrumente und Millionen Knöpfe sich um den Robotisierer kümmerten, konnte man auf der Gitterebene darüber den Ausblick auf die Robotisierung genießen. Kaum hatten Whites Füße eine der 7 Stellplätze berührt, hatte sich einer der Glasbehälter um ihn geschlossen.

Er war stark. Er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Er sah sich um, eine Möglichkeit suchend, aus der Maschine zu entkommen, doch die gab es nicht.

Als Skorpia den Raum betrat, verließen diesen sämtliche Roboter. So stand Skorpia mit einem ''eisernen'' Lächeln vor White. Es war wie ein Traum.

Sierra, die ihren Blick nicht abwenden konnte, kam nicht einmal zu ihnen herunter. Dennoch war es, als würde jedes einzelne Wort an ihre Ohren gesprochen werden. Sie hatte gebrüllt... Sie hatte geschrien... Doch ausser ihr selbst schien sie niemand zu hören.
Irgendwann... Wandelten sich ihr Brüllen in ein sich wiederholendes Bedauern ihres Verhaltens White gegenüber.

Wie üblich war der lange Skorpionschwanz Skorpias um ihren Eisenkörper gewickelt. Ihre schwarzen Augen genossen ihren Fang.

S.:''Wer hätte das gedacht? White, mein Lieber... Was hat dich nur bewegt solche Unvorsichtigkeit walten zu lassen?''

Er erinnerte sich an den zerstörten Stick und war sich sicher... Diese Entscheidung war richtig.

Skorpia war, Whites Schweigen abwartend, ein paar Schritte zurück geschritten und hatte sich gegen einer der Armaturen gelehnt. Sie verschränkte die Arme, bewegte ihren Kopf unruhig hin und her... Schien sich zu überlegen, wie sie den Moment am besten ausnutzen konnte.

S.:''Weißt du... Ich muss dir danken.''

Sie legte ihr widerlichstes Lächeln auf, erfüllt von Arroganz und Stolz.

S.:''Nicht nur, dass du diesen Boten erledigt hast. Nein. Ein Pirat weniger und Robotnik muss sich nicht einmal dafür verantworten.''

W.:''Red' nicht. Bring' es einfach hinter dich.''

Skorpia seufzte gewollt laut und wedelte abwimmelnd mit dem Zeigefinger.

S.:''Du müsstest wissen, dass ich es mit Eile nicht an meine Position geschafft habe.''

W.:''Nein. Du hast nur die ganze Stadt und unzählige Mobianer verraten.''

S.:''Es gibt schwache Momente, in denen ich mein altes Leben vermisse. Wirklich. Doch dann hätte ich nicht die Gelegenheit, mich in meinem eigenen Glanz zu sonnen. Sei es, wie es ist, aber Robotnik weiß, was er macht.''

Ein Moment des Schweigens folgte – mal abgesehen von Whites abwertenden Geräusch – bis Skorpia weiter sprach.

S.:''Ich wollte dir noch für etwas anderes danken.''

Ihr Blick verfinsterte sich.

S.:''Dafür, dass du die kleine Sierra in Schutz genommen hast. Einen Moment lang hatte ich wirklich geglaubt, dass ich mich doch verrechnet hätte. Wirklich, wenn ich ein Herz hätte, wäre es sicher stehen geblieben.''

Sie zwinkerte und die Bildschirme, die für White unleserliche Daten des Robotisierers aufzeigten, begannen Bilder von Shangri-La zu zeigen. Bilder der Stadt selbst... Bilder des Kanals zu Cecilys Haus... Bilder aus der Arena...
Von nahezu allen Anwesenden.

Je mehr Bilder folgten, desto mehr war es klar: Sierra hatte Recht.

Mit einem weiteren Augenzwinkern blieben alle Bildschirme in dem Moment stehen, in dem die gesamte Wacht – zum Kampf bereit – in Cecilys Haus stand. Alle ohne Masken, alle gefangen in ihrer Wut. Alle... Aus der Sicht der kleinen Füchsin.
Beim genaueren Hinsehen sogar noch etwas unscharf durch ihre Tränen.

S.:''Nicht nur Shangri-La. Dank dem Projekt Razer City werden alle Freedom Fighter, Piraten, ''freien Städte''... Einfach alles unter die Herrschaft Robotniks fallen. Was gibt es schöneres, als einen Spion, der es selbst nicht weiß? Einen Spion, der – da er nicht aus Metall ist – nicht erkannt werden kann?''

Sie musste fast lachen.

S.:''Ja, nicht einmal unterbewusst ist der geringste Hinweis auf mein Werk zu finden. Ist das nicht herrlich?“

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68 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 5:37 pm

White schaute zu ihr, ehe er seinen Blick wieder besiegt senkte, so vergingen einige Sekunden. Er schien sich seine nächsten und wahrscheinlich letzten Worte gut zu überlegen. "Nur eine Frage..." sagte er leise, unterwürfig.

Er schaute nicht auf, "Warum hat man dich ausgewählt diesen Ort zu führen."

JETZT schaute er auf, ein breites Grinsen auf seinem Gewicht, "Ist es dein Busen, oder das Fakt dass immer wenn Robotnik dich ansieht sich sofort besser fühlt. Ich meine, du bist die Bestätigung, dass es TATSÄCHLICH Leute gibt, die hässlicher sind als er."

Die Löwendame holte Luft, da hob White die Hände, "Hey, mach dir nichts vor. Ich meine, du bist hässlich und inkompetent. Wenn du alles weißt, warum hast du mir dann die Nummer abgekauft mit dem 'hey, wir können ihr vertrauen, ich meine, sie hat nur einen Überfall überlebt gehabt, Durchschni~tt,'...Halt, doch?" Er schüttelte den Kopf.

"Fandest Akis Timing nicht ein wenig zu gut? Bakers plötzliche Abreise, das Fakt das ich diesen Chip zerstört habe auf dem der Platz des Original Shangri-las verzeichnet war."

Er schaute sie an, "Was? Warum glaubst du war die Stadt wie ausgestorben? Weil alle ins Ausland geflohen sind?"

Sein Grinsen verfinsterte sich, "Werte Frau, du pokerst mit offenen Karten und glaubst gewinnen zu können...und würdest du jetzt bitte deine Hackfresse aus meinem Gesicht nehmen, ich muss mir noch die Augen auskratzen."

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69 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 6:08 pm

LTF

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Natürlich war sie wütend. Natürlich wusste White, dass sie es war.
Doch sie war zu stolz um es zu zeigen... Wenngleich ihr Lächeln verschwunden war.

Sie stand mit verschränkten Armen da, ihr Schwanz zuckte nervös.

S.:''Lache, solange du kannst. Gleich was mit dieser Stadt passiert... Das Schicksal Mobius' ändert es jedoch nicht.''

Das letzte, was White sah, war das grüne Licht, welches ihn umgab... Bis sein Körper – vom Fell bis zu den Knochen – in Metall verwandelt hatte. Noch in dieser Gestalt, während der Glaszylinder wieder in die Decke fuhr, grinste er.
Erst, nachdem Skorpia ihm den Befehl gab an die Arbeit zu gehen, schwand es.

Jetzt verdunkelte sich ihr Blick... Ehe sie ihren Schwanz einmal quer über die Armaturen schlug, welche wie Butter mit einem gewaltigen Spalt überzogen wurde. Funken sprühten, während alle Lichter und Knöpfe des Raumes erloschen.

Wenn die Stadt wirklich verlassen werden würde, wäre es ein Problem. Ohne Sierra im Radius des Turmes – der ja letztendlich nicht klein war – würde es keine Daten geben... Keine Daten... Misserfolg. Skorpia hatte selbst genug Roboter verschrottet, wenn dieser Fall eingetreten war.
Während sie sich auf den Weg zur Brücke machte – nicht wie vorgehabt in ihre Gemächer – überlegte sie, dass sie vielleicht doch einen anderen Köder brauchte.

Etwas, was einfach zu wichtig war, um es zu ignorieren... Aber was?

Vielleicht... Wenn sie den Spion in ihren eigenen Reihen finden würde...



Die Füchsin schrie Whites Namen aus vollem Hals, als sie aus ihrem Traum gerissen wurde und nun, schwer atmend, aufrecht im Bett saß. Ihre Augen waren weit aufgerissen, ihr Herz schlug rasend schnell. Sie zitterte.

Das konnte nicht wahr sein.

Sie warf die Bettdecke zur Seite, die sie wohl im Schlaf über sich gezogen hatte, sprang aus dem Bett und stützte sich mit beiden Armen auf den Rand des Spiegeltisches... Sich selbst betrachtend. Ihre Augen waren starr, voller Angst.
Weil sie wusste, dass es so passiert war.

Weil sie wusste, dass es nicht nur ein Traum gewesen sein konnte.
Nach einer Erklärung suchend sah sie an ihrem Spiegelbild vorbei zu Boden, drehte sich herum und saß im nächsten Moment mit dem Rücken an den Spiegeltisch gelehnt.

Gedanken ordnen... Gedanken ordnen...

Alles, was sie dachte, konnte nicht gehört werden. Also ruhig bleiben. Nichts war verloren... Ausser White oder die Hoffnung sich der Wacht anzuschließen. Sie WAR also eine Spionin. Alles, was sie sah, hörte und fühlte wurde übertragen.
Doch sie war sie selbst... Mehr oder weniger.

Jetzt verstand sie auch, wieso so viel Zeit verloren gegangen war... Bis sie zu den Dragons zurück gekehrt war. Sie hatte nur geglaubt, dass ihr Körper verändert worden sei, doch dass sie in einem völlig anderen steckte?!
Zudem: Was bedeutete entsorgt? War ihr wahrer Körper tot?

Was wenn ja? Was wenn nein?! Was würde sie tun, wenn sie sich selbst über den Weg läuft, in der Gewissheit, nur die Kopie zu sein?
Sie atmete einmal tief durch, rieb sich die Hände übers Gesicht und zwang sich zur Ruhe.

Sie war ein Spion. Sie war nicht in ihrem Körper. Ihr ''eigentliches'' Ich könnte irgendwo sein und sie augenblicklich umbringen, wenn sie sich selbst entdeckte. Sie war sich zumindest sicher, dass sie sich selbst um die Ecke gebracht hätte, wenn...
Darüber dachte sie nicht weiter nach. Kopfschmerzgefahr...

Doch was war jetzt der Plan?

Den Traum verschweigen? Alles erzählen?

Sie wollte nicht sterben. Weder durch die Wacht, noch durch ihr ev. Anderes ich. Sie hatte allerdings auch nicht vor, ihr ''eigenes'' Leben einfach aufzugeben, nur weil sie jetzt ''sie'' war. Doch ihr eigenes Schicksal kam später.
Sie durfte für niemanden eine Gefahr sein. So oder so nicht.

Das Überleben kam direkt an 2. Stelle.

Sie lebte jetzt noch, also hatten sie entweder noch nicht rausbekommen, was passiert war oder... Sie musste es ihnen erzählen.
Was sie musste. Würde sie schweigen, würde sie alle in Gefahr bringen.

Sie schluckte, stand auf – schlug sich so gut es geht den Reststaub aus dem Fell – zog sich das Sweatshirt über und nickte sich zu.
Bei erster Gelegenheit müsste sie es irgendwem erzählen...

Sie schluckte erneut.

Manchmal war das Leben echt Scheiße. Ob es nun das eigene war oder nicht.

Letztendlich war sie sie selbst. Sie fühlte sich nicht wie eine Kopie.

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70 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 6:23 pm

White schaute in seinen letzten Momenten auf Skorpia. Wie erwartet, sie hatte ihn für einen ga~nz tollen Hecht gehalten, ob wohl er die anderen nur in Schwierigkeiten gebracht hatte, immer und immer wieder. Sie hatte keine Ahnung über die Wacht, das hatte sie bewiesen und zudem schien sie die Piraten und ihre Gier zu unterschätzen.

Es war ein Glück, dass er bereits tot gewesen war, als er losgezogen war, ansonsten hätte er jetzt nicht glücklich gehen können.

Seine Aufgabe hatte er erfüllt, es gab nichts weiter zu tun, wobei er vielleicht eine Sache doch noch gerne erledigt hätte...

...

Ein einzelnes Brötchen, welches sie noch auf dem Tisch gefunden hatte, zwischen den Zähnen verließ die Füchsin das Haus und das erste was sie sah war Mia, "Oh, stimmt..." sagte diese erschrocken, sie trug eine ganze Reihe von Sachen, "du warst auch noch da."

Sie fing an zu lachen, "Es ist gut das du keine Sachen hast. Komm' es fährt nur noch ein Schiff."

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71 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 6:44 pm

LTF

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Die Füchsin musste ein paar Mal blinzeln, ehe die Situation sie erreichte.
Dass sie beinahe vergessen wurde war zwar nicht gut, aber war es wirklich das, was sie vermutete? Mias Worte ließen allerdings nichts anderes vermuten.

Mia wollte sich schon wieder Richtung Zentrum bzw. Steeg widmen, ehe Sierra fast auf Fellberührung ging und sie völlig verwirrt ansah.

S.:''Wa... Soll das heißen, ihr...''

Sie stockte und sah mit ernsten Blick zu Boden. Allerdings nur ein paar Sekunden, ehe sie mit einem schwachen Lächeln zurück zur Katze sah.
Sie ''wusste'', dass die Stadt verlassen werden würde. Dies hieß aber nicht, dass Skorpia es auch wusste. Einfach nicht darüber sprechen und keine Route erfahren.

Wer würde es ihr auch schon erzählen?

Jetzt entspannte sie sich.

S.:''Ich nehm' dir was ab.''

Mia lächelte zufrieden und ließ Sierra die oberste Schachtel – was auch immer es war – von der Füchsin herunter nehmen.



Auf dem Weg zum Steeg war es offensichtlich. Alles, was nicht Niet- und Nagelfest war, wurde mitgenommen. Sierra hatte zwar keine Ahnung, ob es nun an dem Verlust 2er ''Wachen'' lag – also White und Ilos – aber es spielte auch keine Rolle.
Erstmal von diesem Ort wegkommen... Informationen dann.

Zudem konnte sie vielleicht so noch länger einfach ''sie“ sein.



Am Steeg wartete nur der Fährmann, während im Boot auch nur eine Person saß. In eine der üblichen, schwarzen Roben gekleidet spielte er keine weitere Rolle.

Sierras Neugier, wohin es überhaupt gehen sollte, wurde größer... Doch sie hatte es unter Kontrolle. Sie durfte einfach keine Frage dazu stellen.
Wobei sie die Frage, ob sie von White wussten, noch mehr quälte...



Allerdings nicht so sehr, wie das Boot im Prinzip selbst. Ja, sie war gestern auch auf ein solches Boot gegangen... Nur war sie da auch so wütend und getrieben, dass sie an ihre Angst gar nicht weiter gedacht hatte. Jetzt war sie voll ''da'' und hatte so schreckliche Angst nass zu werden, dass sie es fast lächerlich fand. In der einen Sekunden fürchtete sie als Spionin gelyncht zu werden, in der nächste das Wasser.

So konnte Mia aber auch nicht an der Füchsin vorbei.

M.:''Was ist Schätzchen? Worauf wartest du?''

Sie nickte, sah sie mit einem gezwungenen Lächeln an und stieg dann auf das wackelnde Boot... Die Muskeln so verspannend, dass sie wirklich fürchtete wie ein Stein untergehen zu können.

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72 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 6:58 pm

Der Fährmann reichte ihnen jeweils ein schwarzes Tuch, "Verbindet euch die Augen." Natürlich sah ihn Sierra verwirrt an, während Mia ihr Zeug auf der Fähre abstellte und dann begann es sich umzubinden.

"Mach dir keine Sorgen, das ist standard-prozedere. Die einzigen Personen, die die Wasserwege hierunten kennen und kennen dürfen sind die Fährleute," sagte sie.

"Das ist so seit wir in diese Wüste vor hunderten Jahren kamen," fügte die Ratte zu, als sich auch Sierra die Augen zugebunden hatte.

Die Ohren der Füchsin spitzten sich, "Wüste?"

Antworten tat jedoch wieder Mia: "Sie erzählen niemanden die Geschichte, wollen alles wahrscheinlich geheim halten."

Sierra fühlte noch den Schwung, als sie sich vom Steg wegstießen. Das Tuch war vollkommen undurchsichtig, sie konnte garnichts festmachen. Das einzige was sie hörte war wie der Fährmann was sang ("My little Pony, My little Pony, lalalalala..." xD).

So verbrachten sie einige Zeit in Stille, ehe Mia dann fragte: "Wohin gehen wir überhaupt?"

Die Antwort hierzu kam wie aus der Pistole geschossen: "Werdet ihr sehen."

"Warum gehen wir?"

"Weil Aki sich hier nicht mehr sicher gefühlt hat."

Die andere Person trug eine schwarze Tunika, war eine recht muskelbepackte Echse, die bis dato geschwiegen hatte: "Alphonse Baker hat mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Pack vom oberen Stockwerk befohlen, in die Offensive gegen uns und gegen Skorpia zu gehen."

Mia kicherte, "Wow, das heißt jetzt haben die erstmal ihren eigenen Kleinkrieg. Spitze."

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73 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 7:08 pm

LTF

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Sierra war nicht verwirrt, sondern glücklich gewesen.
Wenn ihr das Glück jemals in ihrem Leben hold sein wollte, dann war das der perfekte Moment dafür. Sie hatte keine Ahnung, wohin es ging und da sie es nicht wusste, konnte es Skorpia auch nicht wissen. Nur aus der Stadt raus und dann hatte sie so viel Zeit wie sie brauchte, um sich um ''Heilung'', ihren Körper und alles andere zu sorgen.

Wobei sie...
Während sie dort zwischen den 3en saß... Einsam war.

Die Dragons waren verloren und sie war schuld daran – bewiesenermaßen. Es war niemand da, an den sie sich wenden konnte und niemanden, dem sie sich öffnen wollte. Es lag ihr schwer auf der Seele, aber solange die echte Sierra noch nicht gefasst war, hatte sie selbst etwas, worauf sie hoffen konnte.

Ganz gleich, ob sie sie wieder erkannte oder nicht.



Das Plätschern des Wassers um sie herum wurde dumpfer, begann zu hallen. Egal wie weit es noch wahr, aktuell schienen sie in einer wirklich großen Höhle zu sein. Wieso wusste Skorpia nichts von diesen Tunneln?

Sierra wollte sich immer wieder ins Gespräch einbringen, hatte aber Angst, White zu erwähnen.

M.:''Mädchen, alles in Ordnung? Du zitterst ja.''

Sierra nickte, auch wenn sie nicht daran dachte, dass Mia sie nicht sehen konnte.

S.:''Ja, alles in Ordnung.''

Der Klang ihrer Stimme nervte sie mehr und mehr.

S.:''Im Vergleich zu oben ist es hier unten nur schrecklich kalt.''



S.:''Aki hat es wirklich drauf. Dass ihr so viele einfach folgen und vertrauen ist... Wahnsinn. Wirklich!''

Alle Worte im positiven Sinne und positiv ausgesprochen.

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74 Re: Ray City aka Razer City am Do Okt 13, 2011 7:17 pm

Mia lachte, "Wir sind gerademal noch neun Leute, ...Jetzt wo White weg ist."

Sie klang nicht traurig, interessanter Weise. "Oh, du weißt es ja noch nicht: Er hat sich letzte Nacht entschieden zu gehen, Lander ist heute früh in eine andere Richtung aufgebrochen um seine Schwester zu benachrichtigen. Da White nicht zurückgekommen ist haben wir jetzt eine Armee mehr auf unserer Seite."

Es schwang keine Melancholie mit, "Aber, mach dir keine Sorgen, wenn er gegangen ist, dann unter seinen eigenen Bedinungen. Zudem, er hat mir gesagt, dass er hier nur eine Sache wollte, und die hat er erfüllt."

Sie war glücklich, denn auch für sie war es ein aufregender Morgen gewesen.

"Wann sind wir da?"

"Es ist noch ein langer Weg, unter euren Bänken findet ihr was zu essen."

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75 Re: Ray City aka Razer City am Fr Okt 14, 2011 12:59 am

LTF

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Admin
Noch 9 Leute? Hmm...
Aki war selbstverständlich, Mia saß direkt hinter ihr. Cecily wohl auch.

Sie hatte noch mehr Gesichter gestern Abend gesehen, aber den meisten konnte sie keinen Namen zuordnen. Im Moment war Sierra sich bewusst, dass sie ''irgendwie'' mitten drin steckte und noch eine Menge machen musste, um sich A einen Platz unter ihnen zu verdienen und B die Wahrheit sagen zu können.
Was sie auch vorher könnte... Allerdings mit der Erwartung eben wie eine Aussenstehende behandelt zu werden. Doch genug Selbstmitleid und Sorge.

Sierra hatte keinen Hunger. Früher hatte sie zwar relativ gut und gerne gegessen, aber ''seit dem'' kaum noch. Nicht, dass es negativ war, es gehörte wohl einfach mit zu der Veränderung.



Kaum zu glauben, dass vor gefühlten 4 Tagen noch alles in Ordnung war.
Einmal nicht aufgepasst... Schon fehlen einem 2 Monate seines Lebens und man wacht auf in einem solchen Körper.
Von einer Kopie konnte keine Rede sein.

Sie schüttelte erneut den Kopf, da schon wieder diese Gedanken aufkamen.



Vorerst war es das Beste, wenn sie die Wahrheit über White geheim hielt. Zwar war sie sich nicht sicher, ob sie es nur aus Angst machte... Doch das wüsste sie, wenn sie mit Aki einen Moment allein war und sich vielleicht ihr öffnen könnte.
Sie fragte sich leise, ob sie schon immer so ängstlich gewesen war... Ohne es zu merken.

Sie lächelte schwach.

Wahrscheinlich hatte sie auch deswegen kein Problem nie eine Entscheidung bei den Dragons treffen zu wollen oder zu müssen. Zu folgen war einfacher, als zu denken.

Das Lächeln blieb. Kein Selbstmitleid. Es war einfach ein lustiger Gedanke.



Sierra wollte keine Stille aufkommen lassen, da ihr die Dunkelheit vor den Augen schon genug auf die Senkel ging. Das Plätschern des all umgebenen Wassers war so auch schon schlimm genug.

S.:''Sag mal Mia...'', begann sie und überlegte sich fix, wie sie den Satz beenden sollte.

S.:''Wer genau seit ihr eigentlich? Ich mein klar, Shangri-La, Wacht... Wie auch immer.''

Sie wollte nicht unhöflich klingen.

S.:''Ich hab so viel von euch gehört, aber im Prinzip weiß ich nichts über euch.''

Sie kratzte sich am Kopf, es klang so flach irgendwie... Diplomatie + Sierra = Nicht gut.

S.:''Ich weiß nicht wie ich es richtig sagen soll. Ich bin einfach neugierig.''

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