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Ray City aka Razer City

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1 Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 6:16 pm

LTF

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Admin
Ray City aká Razer City – 11:57 – 7 Jahre a. R.

Finster war es in dem Saal im höchsten Stockwerk des größtes Gebäudes in Razer City.
Der Tag, an dem der grausame Dr. Robotnik – zusammen mit seiner Armee Swatbots - das Königreich Acorn und damit verbunden auch die meisten Partnerstaaten unter seine Kontrolle gebracht hatte, lag inzwischen 7 Jahre zurück. Nie zuvor hatte es einen solch dunklen Tag in der Geschichte von Mobius gegeben. Ausser all denen, die diesem einen folgten...
Inzwischen sprach niemand mehr von ''Ray City'', wenn von diesem Ort gesprochen wurde.

Nicht, dass es vergessen war. Es machte nur niemand mehr.

Das Wandfenster, welches normalerweise den Saal in das gleißende Licht der Wüste tauchte, war durch einen Rollladen verschlossen. Doch auch im Licht wäre ausser den vielen, unbesetzten Stühlen und dem gewaltigen Tisch nicht viel zu sehen gewesen. Es gab nichts mehr, worüber getagt werden müsste. Dr. Robotnik entschied alles und jeder, der ihm diente, gehorchte ohne zu zögern.

Die Alternative dessen war es als willenlose Maschine aus dem Robotisierer zu treten oder einen schier endlosen Kampf als ''Rebell'' – als so genannter ''Freedom Fighter'' – gegen Robotnik aufzubegehren. Von Erfolg konnten dabei nur die wenigsten sprechen.
Immerhin saß er auch heute noch auf seinem Thron...
Der einzige Stuhl, der besetzt war, hatte das Fenster im Rücken und den flachen Monitor, der an der entgegen gesetzten Wand hing, vor sich. Ohne Regung wartete sie auf das Erscheinen ihres Meisters. Keine Regung, kein Zucken.

Er verspätete sich nie.

Um Punkt 12:00 stand sie auf um dem wulstigen Gesicht, welches von so vielen auf Mobius gehasst wurde, den entsprechenden Respekt entgegenzubringen. Hass, den er sichtbar und offen genoss. Sein markanter Bart, seine schwarz/roten Augen und sein haarloses Haupt machten ihn unverkennbar.

Doktor Robotnik.

R.:''Ich erwarte deinen Bericht, Skorpia.''

Skorpia, deren Konturen durch das Licht des Bildschirms nun deutlicher erkennbar war, verbeugte sich untertänig, sah ihn jedoch voller Stolz an. Stolz dem Herrscher dieser Welt zu dienen? Es war auf jeden Fall ehrlicher Stolz.
Es mochte mal eine Löwin gewesen sein... Eine hübsche sogar.
Doch heute war alles, was man erkennen konnte, Metall. Braunes Metall, wo einst Fell gewesen war und ebenso schwarze, ausdruckslose Augen, wie ihr Herrscher sie hatte. Dort, wo ihr Löwenschwanz gewesen war, zierte sie nun den Schwanz eines Skorpions. Kleidung trug sie nicht, es hatte keinen Nutzen, wenn der Körper aus Metall bestand.

Die ''Herrscherin'' Razer Citys im Dienste Robotniks.

S.:''Projekt ''Razer City'' ist vor 48 Stunden angelaufen und es ist uns bereits jetzt gelungen, die hiesigen Freedom Fighter vollständig auszuschalten.''

Robotniks Gesicht verzog sich ungläubig und hätte – von Gesicht zu Gesicht – sicher jemanden durchbohren können... Doch Skorpia fürchtete sich nicht. Es gab keine schlechten Nachrichten. Erfolg war entscheidend.

R.:''Alle Freedom Fighter?“

Skopria nickte.

S.:''Alle ''Dragons'' sind sichergestellt worden. Abgesehen von demjenigen, den wir für das Projekt benutzt haben, sind die übrigen 6 gefangen und robotisiert worden. Ihr Anführer, Dragon, befindet sich in unserem Gewahrsam... Bis Ihr entscheidet, was mit ihm geschehen soll.''

Mit einem finsteren Lächeln strich Robotnik über den Rücken von Cluck, dem Metallvogel, den er wie ein Haustier hielt und in der Regel auf seiner Schulter seinen Platz hatte. Ein widerlicher Anblick... Auch, wenn nicht vor allem, für Skorpia.

R.:''Wunderbar. Wie lange wird es dauern, bis sämtliche Daten ermittelt sind?''

S.:''Projekt Razer City wird nicht mehr Zeit einfordern, als notwendig. Im Moment sind 3 Subjekte innerhalb der Stadt aktiv. Ich rechne mit einem vollständigen Bericht in weniger als einem Monat. Je nachdem, wie auf die Vernichtung der ''Dragons'' reagiert wird.''

R.:''Sie werden kommen. Warte es ab... Sie werden kommen und dann hab' ich endlich das, was ich brauche, um diese verdammte, blaue Ratte zu erledigen.''

Der ewige Kampf zwischen den ''Knothole Freedom Fighter'' und Dr. Robotnik war vielleicht nicht auf der ganzen Welt, aber auf jedem Fall jedem, der 7 Untertanen Robotniks bekannt. Natürlich sprach man darüber nicht. Im Ganzen wagte man es nicht in der Anwesenheit Robotniks einen eigenen Willen zu zeigen.

Ein ''eigener Wille'' wäre ohnehin die falsche Beschreibung. Robotnik hatte an strategisch wichtigen Punkten die Regelungen in die Hände von 7 robotisierten Tieren gelegt. Einen freien Willen hatten sie nicht... Es wurde ein freier Wille simuliert und doch standen sie für alles ein, was Robotnik verlangte.

Marionetten.

Skorpia war die Marionette von Razer City.

R.:''Wie steht es um den Rest der Stadt?''

Nicht sichtbar für Skorpia aktivierte sich auf dem Bildschirm Robotniks diverse Anzeigen und Bilder... Aufnahmen der Stadt aus der Luft, Bilder wichtiger Gebäude und Anlagen... Bilder, für die die Freedom Fighters Jahren lang kämpfen würden.

Skorpia stand inzwischen aufrecht, aber nicht provokant.

S.:''Die Versuche der Dragons der Wettermaschine im Süden Schaden anzurichten, konnten erfolgreich vermieden werden. Erste Feldergebnisse liegen und vor. Der Niederschlag wird in diesem Moment seit 4 Jahren, 6 Monaten, 22 Tagen und 2 Stunden verhindert.''

Skorpia gab dem Doktor noch weitere, für uns unwesentliche Informationen, während sich unser Blick auf das Bild selbst bewegt...
Etwas, was aussah wie eine gewaltige Sattelitenanlage schoss unnachgiebig und ohne zu schwanken einen gelblichen Lichtstrahl in den Himmel, der die Stadt, die Umgebung und jegliches, pflanzliches Leben ausgestrocknet hatte.
Die Wüste hatte die Stadt fast verschluckt. Viele Straßen waren längst unter dem Sand begraben, wenn auch nur um wenige Zentimeter.

S.:''Die Mobilisierung wird zum Ende des Projekts sichergestellt sein. Nach der Fertigstellung des entsprechenden Antriebs bzw. der Konzentration der notwendigen Energie wird die Anlage aus entsprechender Höhe nicht nur für sämtliche Angriffe unerreichbar sein, sondern auch das Wetter der gesamten Welt in Ihre Hände legen, Doktor.“

Ein weiteres Bild sprang auf, die Stadtkarte verriet eine Positionierung am anderen Ende der Stadt.

S.:''Im Norden versuchen wir weiterhin den Ursprung und das Potential des von Ihnen gefundenen Steins dafür zu ergründen. Es fällt uns schwer die Energie nutzbar zu machen, ohne dass die Maschinen davon überlastet und zur Explosion geführt werden... Allerdings gehen Ihre Pläne vorran, Doktor. Nicht mehr lange und wir können ihn Ihren Plänen entsprechend als Energiequelle oder als Waffe einsetzen.''

Robotnik nickte und öffnete das dritte und letzte Bild.
Eine Übersicht der Stadt aus der Luft. Das Gebäude, in dem Skorpia sich gerade befand, lag unmittelbar im Zentrum. Im Süden die Wetteranlage, im Norden der Forschungskomplex. Im Westen war eine Swatbot-Fabrik ersichtlich, im Osten die Hauptenergieanlage.

Mit einer Handbewegung des Doktors zoomte das Bild aus und erlaubte den Blick auf einen schwarzen Ring, der einige Kilometer ausserhalb die Stadt umrang.
Ein Klick und es war besagte Mauer zu ersehen, die niemanden zu Fuß in die Stadt ließ. Gewaltige, bei Nichtnutzung in der Mauer versenkte, Kanonen verhinderten den Überflug.

Die Stadt war hermetisch abgeriegelt.

S.:''Das Projekt Razer City wird von niemanden gestört. Es ist genauso, wie Sie es wünschten, Doktor. Nach der Vernichtung der Dragons ist auch der bislang einzige, bekannte, unterirdische Weg durch die nie fertiggestellte Pipeline entdeckt und zerstört worden. Jeglicher Kontakt ist unmöglich... Razer City läuft aktuell auf 79 Prozent.''

Robotnik merkte kaum sichtbar, aber anerkennend.

Entspannt legte er seine Hände ineinander... Ein Zeichen für Skorpia, dass alles in Ordnung und der Glaube, keine Furcht ihm gegenüber zu haben, nichts als eine Lüge war.

R.:''Gut. Sehr gut. Ich erwarte einen vollständigen Statusbericht der Stadt und die Vorbereitung für...''

Er zeigte grinsend seine Zähne und Skorpia nickte. Ihr Blick wich dabei unmerklich zu der Lüftung über ihrem Kopf.

S.:''Natürlich. Sobald das Projekt seinen Zweck erfüllt hat und uns sämtliche Daten vorliegen, tritt ''Avalanche'' in Kraft.''

Ein Warnsignal hinter Robotnik ließ ihn seinen Kopf herumreißen, knurren und mit seinem Roboterarm auf seine Stuhllehne schlagen... Es war wieder ''er''.

R.:''Das wäre alles. An die Arbeit!!!''

Mit seinem wütenden Grollen verschwand das Bild und ließ die Finsternis in den Raum zurückkehren. Skorpia lächelte. Lächelte, da alles nach Plan lief. Lächelte, da auch ihre Pläne bislang nicht entdeckt worden waren...
Lächelte... Da Shangri-La niemals sehen würde, was auf es zukommt.

Wie eine Welle füllte sich der Raum mit Licht, als der Rollladen sich in der Mitte zu öffnen und hinter der Mauer zu verschwinden begann...

Dahinter lag Razer City. Eine Stadt, die von der Wüste verschlungen wurde... Eine Stadt, die ihren Namen verloren und die Sklaverei gewonnen hatte. Die Stadt lag in Trümmern, jedoch nicht mehr, als irgendwo sonst auf der Welt.
Gelber Sand... Beißender Wüstensand...

Waren die einzigen, wenigen Dinge, die das Leben hier nicht nur hoffnungslos, sondern auch unerträglich machten.

Der gewaltige Abgrund, in dem dutzende Gebäude nach der Sprengung der obersten Ebene von Shangri-La versunken waren, war das Mahnmal der Macht Robotniks. Sie war Jahre zuvor, bei einem gezielten Angriff Robotniks gefunden und zerstört worden.
Heute bewegte sich dort nichts mehr... Offiziell.

Das Lächeln Skorpias... Welches sie in dem Moment trug, in dem sie eine Handfäche auf das Fensterglas legte und zu dem Krater hinuntersah...

Galt den Überlebenden, in den unteren Etagen.

Der Tag würde kommen.

Bald...

* * * * *

In den Schatten, die den einzigen Schutz vor der brennenden Sonne boten, bewegte sich eine Gestalt zwischen den ausgeblichenen Überresten einer Automobilen und dem, was vor Jahren einmal Geschäfte mit Schaufenstern gewesen war.

Es war kein Roboter.

Es war nicht nur wegen der Sonne eine schlechte Idee sich tagsüber in der Stadt zu bewegen... Die unzähligen, fliegenden Swatbot-Einheiten machten den einen Fehler nicht selten zu dem letzten. Jedes Tier, welches gefangen wurde, fand sich nur wenige Stunden – manchmal Minuten – später in dem Robotisierer wieder.
Robotisiert werden war das Ende. Es gab keine Heilung.

Allerdings durfte keine Zeit verloren werden.

Der Sand hatte den Boden im Inneren des Geschäfts schon vor Jahren begraben und doch ragte die eine oder andere Schaufensterpuppe noch mit den Armen, dem Gesicht oder zumindest der Hand heraus... Geradezu nach Hilfe suchend.
Die braune Füchsin, die kniend mit beiden Händen den Sand zur Seite schob, ließ das Schaufenster immer nur wenige Sekunden aus den Augen.
Ihr Blick war ernst, nahezu starr... Konzentriert.

Eigentlich durften sie sie hier nicht entdecken. Doch eigentlich war kein Wort, das sie mochte.

Nach schrecklich langen Minuten packten ihre Hände etwas und zogen es mit einem Ruck aus dem Sand heraus...

Ein braunes Sweatshirt, passend zu ihrem dunklen, braunen Fell. Sie trug keine Handschuhe oder Schuhe, sondern hatte Hände und Füße mit den Überresten eines nun sehr unglücklichen, weißen Bettlakens umwickelt.
Bot mehr Bewegungsfreiheit.

Das Sweatshirt war ihr zu groß, deckte sogar den Schweifansatz ab... Hatte allerdings eine Kapuze, auf die sie nicht verzichten wollte. Da die Ärmel damit allerdings auch zu lang waren, wurden diese kurzer Hand zurück gezogen und mit den letzten Resten des nun noch unglücklicheren Bettlakens festgemacht.

Die Tasche über die Schulter und perfekt.

Die meisten der weißen Streifen, die sie seit ihrer Gebut hatte, waren ebenfalls verdeckt. Nicht, dass sie diese verstecken wollte – sie hatte sich als Füchsin daran gewöhnt weiße Streifen zu haben – aber die Größe des Sweatshirts erlaubte es nicht.
Ihre blauen Augen konnten nur die an den Beinen entdecken.

Sie seufzte... Schüttelte den Kopf.

Es war nicht richtig. Es fühlte sich nicht richtig an... Doch es war unwesentlich. ''Es'' ging dabei nur um sie. Das, was in ihrer Tasche war und was sie mit dem letzten ''Abhörset“, welches sie aus dem Versteck der Dragons sicherstellen konnte, war wichtiger.
Projekt ''Razer City''? Von der Wetteranlage hatten sie gewusst, aber was bedeutete Projekt Razer City?

Was sollte das mit dem Stein?

Sie schüttelte erneut den Kopf. Sie musste es herauskriegen. Sie käme danach.

Sie atmete noch einmal ruhig ein und aus... Rief sich den Straßenplan zurück ins Gedächtnis und versuchte sich vor dem inneren Auge den besten und vor allem schnellsten Weg in die Kanalisation zu ermitteln. Sie musste nach Shangri-La. Sie musste zu Aki.
Zwar hatten die Dragons es immer vermieden mit Shangri-La zusammen zu arbeiten, aber...

Aber...

Die Füchsin schüttelte den Kopf... Die Dragons gab es nicht mehr. Sie war weg... Sie war allein.

Aki musste ihr einfach zuhören. Aber wie sollte sie nicht? Sie hatte immerhin alle Beweise dabei. Immerhin wäre ihr der Name Nine ein Begriff.
Wer weiß.. Vielleicht wusste sie ja doch etwas über ihn.



ZIVLIST! ERGIB DICH! ZIVLIST! ERGIB DICH!

Eine fliegende Swatbot-Einheit hatte sich vor dem ''Schaufenster'' positioniert und zielte mit der Boardkanone direkt auf den Kopf der Füchin. Zwar konnte die das nicht sehen, aber war sich ziemlich sicher.

Die Bewegung, nun direkt auf den ''Flieger'' zuzurennen, sich unter dem hindurchzurollen und sich mit aller Kraft – im Schwung – vom Boden abzustoßen, kam eher unbewusst. Sie verließ sich immer auf ihr Gefühl... Auch wenn das gerade gepennt hatte.
Es war nicht unmöglich einem zu entkommen, solange...

Ein Schuss ließ die Füchsin an Ort und Stelle verharren, als aus der Richtung, in die sie bis eben gerannt war, ein weiterer Flieger dazu kam und unablässig seinen Aufruf wiederholte, sie solle sich ergeben. Der erste war direkt hinter ihr, der einzige Weg der in eine winzige Gasse zu ihrer rechten.

Sie musste weg. Schnell! SCHNELL!

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2 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 6:55 pm

Soweit ich weiß, wurde in dieser Stadt immer gekämpft. Bevor Robotnik kam, war es nicht viel besser, der Einfluss von Korruption war immer gleich. Unter dem Siegel jener Leute, die die Leiter der Unternehmen glaubten zu beherrschen, verging die Stadt im Chaos. Robotnik brachte uns Ordnung.

Geschosse flogen durch die Luft, sie waren entdeckt worden. Die Swatbots hatten sich in einer Linie aufgestellt, das fliehende Mädchen vom einzigen Fluchtweg, so wie er im Protokoll stand, abschneidend. Sie konnten weder ihre Rasse, noch ihr Gesicht erkennen. Unter der Maske war alles zu gut versteckt.

Sie hoben ihre Waffenarme, 'Ziel anvisiert'.

Ehe die Geräusch-sensoren etwas auf nahmen, ein kleiner Gegenstand, rollend, unter den eigenen Beinen. Der entsprechende Swatbot sah nach unten, um eben jenen Gegenstand zu identifizieren.

Auf der Handgranate stand der Text 'Einen schönen Tag'. Dann wurde die Halle in eine Explosion gehüllt.

...

Aus dieser Ordnung entstanden Leid und Hunger und einige der Oberweltler begannen zu kämpfen. Das habe ich zumindestens von meinen Kunden so vernommen. Warum sollten sie sich gegen soetwas wie eine Ordnung stellen? Ich weiß es nicht und werde es wohl auch nie herausfinden.


Die zweite maskierte Gestalt, ein männliches Exemplar mit schäbiger Lederjacke, reichte dem springenden Mädchen die Hand und zog sie in den Lüftungsschacht. Sie verloren keine Zeit, der Plan war schiefgelaufen.

Der angerichtete Schaden würde die Fabrikation von Swatbots für einen Tag, höchstens zwei aufhalten, damit war es kein Sieg. Das Mädchen sah, wie der in der Lederjacke und ein weiterer einen anderen stützten. Der letzte, scheinbar ein Vogel, führte die Gruppe durch die Lüftungsschächte. Der Alarm schallte noch hinter ihnen, doch in den Flammen war genug Verwirrung entstanden, dass sie sich wenigstens hatten rennen können.

...

Wer war es der den Kampf aufnahm? Da waren zuerst jene, die ihre Freiheiten und ihren Luxus nicht einfach aufgeben wollten. Dann jene, die aus dem festen Glauben kämpften das richtige zu tun. Darauf folgten dann die, die glaubten Ruhm zu erwerben. Als letztes erhob dann der Abschaum der Welt die Waffen, glaubend, Reichtümer zu erwerben.

Die Gruppe bewegte sich durch Gassen, schlug Fenster ein, hielt sich in den Schatten auf, auf den ersten Blick gab es keinen Plan, doch hätte man die Gassen durch die sie zogen beachtet, hätte man an vielen den Schriftzug 'Bleibt Wachsam' sehen können.

...

Von diesen Leuten bleibt nicht mehr viel übrig. Heute leben wir unter einer kalten Decke, ohne den Himmel zu kennen. Jene die fliehen konnten, taten es auch. Wir sind jetzt nur nicht hundert die noch übrig sind und unsere Zahlen schwinden. Doch hoffe ich, dass sie es nicht mehr tun, durch Tod.


Die schwarze Katze legte die Feder nieder und schaute aus ihrem Fenster, den See um Shangri-La ansehend. Die Kerze in der Lampe draußen war sicherlich bald ausgebrannt, sie bräuchten auch bald wieder Vorräte.

Sie hoffte, dass die Verhandlungen gut gingen. Sie wusste jetzt schon, dass sie wieder gesellschaften musste. Sie hoffte auf zwei Sachen, dass ihre Freunde es sicher zurückschaffen würden und zweitens, dass sie heute Abend alle zur Arena könnten.

...

Sie kletterten eine Feuerleiter hoch, den Verwundeten hatte jener in der Lederjacke auf den Rücken genommen. Das Mädchen konnte sich nur grob vorstellen, wie anstrengend das sein musste.

Dann ging es in den ersten Stock. Das Ziel war das verwaiste Lager in der Siam-gosse.

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3 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 7:53 pm

LTF

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Admin
Ihre Lunge brannte... Auch in den Schatten brannte die Hitze und der Staub schon nach wenigen Minuten Rennens in ihrem Hals. Während sie – nach wie vor verfolgt und beschossen durch die Swatbots – durch die Gassen rannte und betete, dass sie im Sand nicht stolperte, zwang sie sich zur Erinnerung an das nächste ''Hideout''.
Als sie das Ende der Schatten, die Grenze zum Licht der ehemaligen Hauptstraße sah, lächelte sie. Ein letzter Blick zurück... Ein paar Sekunden. Genug!

Die Swatbots schossen nahezu im selben Augenblick über vom Sand bedeckte Straße hinaus, wie die Füchsin, doch war von dieser nun keine Spur mehr. Hitzesensor... Keine Möglichkeit. Der Sand war glühend heiß dort, wo auch am Tag nur selten der Schatten lag und Geräusche?
Nichts.

Es dauerte eine Weile, ein paar Runden... Aber letztendlich zogen sich die Swatbots zurück und die Straße – besser gesagt die Luft im wahrsten Sinne des Wortes – war wieder frei. Ebenso lange dauerte es sich, bis sich eine der kleinen Sanddünen bewegte.
Als wäre es eine Decke – es lag wahrlich auf einer – konnte die Füchsin schwer atmend ein Stück des Sandes zur Seite schieben, um einen Blick auf den Himmel zu erhaschen. Blau. Keine Swatbots.

Die Dragons mochte es nicht mehr geben, aber die Hideouts – die Versteckte – blieben. Tarnung war alles und die Wüste weiß Gott nicht nur ein Feind.
Getarnte ''Kuhlen'' im Sand, Geschäfte mit mehreren Wänden... Sie hatten unzählige davon.

Denn den Kampf suchte niemand. Es war sinnlos eine endlose Armee aus Swatbots anzugreifen. Munitionsverschwendung... Die anderen hatten sich immer auf Flucht und Verstecke verlassen. Waffen nur dann, wenn es nicht mehr zu vermeiden war.
Sie selbst hatte keine Waffen bei sich.

Sie verfluchte ihre eigene Unaufmerksamkeit, die sie beinahe verdammt hatte und stürzte in die nächste Gasse. Die engen Gassen wurden selten überflogen. Der Überwachungskreis galt den Straßen und Plätzen.



Die Füchsin war nicht dumm. Sie war nicht unvorsichtig oder tollkühn. Sie wusste schon was sie tat und welchen Weg sie gehen musste.
Doch... All ihre Freunde waren erst vor wenigen Stunden ergriffen worden und die Worte Robotniks und Skorpias hallten noch durch ihren Kopf.

Aki... Aki... Wo geht’s nach Shangri-La?

Den Weg, den sie sonst immer genommen hatten...

Ihre Gedanken verstummten kurz, als sie an eine weitere vom Schatten ungeschützte Straße kam und ein Swatbot vorbeiflog.

Konnte sie nicht vor Einbruch der Nacht erreichen.

Sich an die Wand pressend, nur wenige Zentimeter vom Licht entfernt, ging sie einen Weg nach dem anderen durch. Wo war sie gleich? Ah ja...



Es gab einen Weg... Einen, der ihr sicher schon ein paar Mal in den letzten Minuten durch den Kopf gegangen war, den sie wohl aber nicht so Recht erkennen wollte. Natürlich gab es Gullydeckel überall, aber nur die wenigsten wurden nicht durch Swatbots bewacht.
Einer derjenigen, die zum Überwachungsnetzwerk gehörte, war nur wenige Blocks entfernt.

Es gab keinen anderen Weg.
Sie wollte sich, nachdem der Swatbot erneut an ihr vorbei geflogen war, losrennen, fiel jedoch fast auf die Knie. Nur mit der Hand an der Wand konnte sie sich im Schatten halten.

Sie hasste es! Wie sollte sie es so schaffen?! Wenn sie doch nur...

Sie schüttelte den Kopf. Wenn... Vielleicht... Könnte... All das waren Gedanken, die nicht zu ihr passten. Sie musste! Sie konnte!

Sie nickte.

Mit einem Sprint und dem nicht mehr zu verdrängenden Ziehen in den Beinen stürmte sie über die Straße, mit dem einzigen Eingang vor Augen, den es in der Nähe gab.
Wenn sie gut wäre – und das war sie – würde sie nicht mehr, als mit 2 Swatbots in Kontakt treten müssen.

Durst...

Sie musste es einfach schaffen.

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4 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 8:25 pm

Die Lagerhalle war still, wenn man von dem tappsen eines Fußes und dem Geräusch der Hand, die wieder auf die Brust schnellte, versuchte das Herz wieder dazu zu bewegen zu laufen. Die Masken hatten sie abgenommen. Der türkise Wolf lag nunmehr da, mit geschlossenen Augen. Abseits von der einen Person, dem roten Affen, der verzweifelt versuchte noch was zu retten, war sich jeder andere der Situation vollkommen bewusst.

White ging auf Lander zu, fasste ihm auf die Schulter, sagte nichts. Sein Blick galt Ilos, der sie über die letzten sieben Jahre durchgebracht hatte. Er klopfte Lander nochmal auf die Schulter, ehe er sich den anderen zuwandt.

Plucked hatte sich an eine der Wände gesetzt, atmete schwer, natürlich, er hatte heute mindestens drei Swatbots alleine angehen müssen. So ein Katz-und-Maus Spiel ohne Wunde zu überstehen bedurfte einen ganzen Haufen Glück. Der Verband an dem Arm des Vogels zeugte davon, dass er eben jenes nicht gehabt hatte.

Cecily hatte sich etwas ab in der Kammer zusammengekauert, wippte nach vorne und nach hinten, ihren Blick auf Ilos gerichtet, murmelnd. Natürlich, dachte sich White. Sie machte sich hierfür verantwortlich.

Wir können ihn nicht zum Friedhof bringen,” kommentierte er, versuchte seine Gefühlslage aus der Stimme zu schaffen, es nicht wirklich schaffend, “wir müssen ihn hier liegen lassen.

Er bekam keine einzige Antwort, Lander schaute ihn zumidnestens entsetzt an, auch wenn er genau wusste, wie White das meinte.

Der einzige Rückweg führt über den Fahrstuhl,” White wandte sich von seinem gefallenen Kameraden ab, “sagen den anderen bescheid.” Er ging auf Cecily zu.

Komm auf, wir haben einen kleinen Sieg erzielt, dank dir, dank ihm,” sagte er. Cecily schaute hoch.
Ich habe mich bei den Kabeln vertan, sowas sollte, dürfte nicht passieren,” sagte sie, kaum einen Ton rausbekommend.
Es ist aber passiert. Alles was wir tun können, ist daraus zu lernen. Hoch jetzt,” er drehte sich um, “HOCH JETZT! Wir müssen nach Hause.

Die Gruppe stand auf, ihre Blicke gingen noch einmal zu Ilos. Sie bereuten es, seine Leiche zurücklassen zu müssen.

Wir bleiben Wachsam, durch dein Opfer auch für den nächsten Tag,” sagten sie im Chorus, ehe sie entgültig losschritten.

Der Fahrstuhl war der letzte Weg, der in das untere Netzwerk von Flüssen ging. Soweit White ist wusste, war das System sehr alt und wohl auch der ursprüngliche Grund, warum Leute hier überhaupt gesiedelt hatten. Wenngleich ab irgendeinem Punkt es nur noch als Mythos galt. Manchmal waren solche Mythen gut, soweit er es verstanden hatte, glaubte man bei Robotniks Truppen immernoch, dass Shangri-La nur zwei Stockwerke hatte, die Existenz des 'Fahrstuhls' war nicht bekannt.

Die Gruppe setzte ihre Masken wieder auf, ehe sie, Plucked vorran auf die Straße gingen. Als sie die Tür öffneten, erblickte er noch zwei Swatbots, die vorbeipatroullierten, aber sie waren nach 15-Sekunden bereits weitergegangen. Die Jagd durch das Gelände ging weiter.

Die Sonne störte keinen mehr von ihnen. Vom Lagerhaus waren es nur noch gut 500 Meter, in einer Häuserruine befand sich der Zugang zum Kriechtunnel, der wiederum zum Fahrstuhl ging.

Es war nicht mehr weit.

Die Gruppe ging, einer nach dem anderen von einer Gasse zur nächsten und an einer Straßenecke, schaute der maskierte Vogel um die Ecke, eine Füchsin erblickend. Ein Kind auch noch.

Er schaute zu seinen Kameraden, gab ihn mit entsprechenden Handzeichen zu Verständigung was er sah und er bekam die Antwort sofort.

Ignorieren.

Wie immer.

Sie hatten Prioritäten einzuhalten und das eigene Überleben zählte über dem Leben von Fremden. Auch gab es keine Garantie, dass sie nicht für Robotnik arbeitete. Niemand wollte ein Kind umbringen, also sprinteten sie einmal über die Wegkreuzung in Richtung ihres Ziels, das Mädchen ignorierend. Wenn sie schnell genug wären, würde sie ihnen sowieso nicht folgen können.

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5 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 8:54 pm

LTF

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Die Gestalten waren verschwunden, ehe die Füchsin realisierte, dass es Bewohner von Shangri-La sein mussten. Natürlich hätten es auch Mitglieder dieser Schlägerbande sein können, die neben den Dragons als Gruppe ausserhalb von Shangri-La – also überirdisch – aktiv war.
Wie hießen die gleich noch?
Die hatten irgendwas mit Knochen im Namen.

Obwohl sie nicht zu Robotnik gehörten, zogen sie es vor ihre Wut und Verzweiflung an anderen Tieren auszulassen. Allerdings... Glaubte sie nicht, dass die Typen dazugehörten. Die Masken, die Bewegungen und vor allem die Tatsache, dass sich die Diebe tagsüber nicht raus wagten, waren mehr als eindeutig.

Die Handbewegung bzw. das Salutieren als Erkennungszeichen der Dragons – Hand zur Stirn, Handfläche nach aussen – brachte sie jedoch nicht schnell genug hervor. Rufen, Brüllen oder Pfeifen war zu gefährlich, also blieb nur ignorieren.
Zumindest war sie auf dem richtigen Weg...

Wieso hatten sie sich ihr nicht zu erkennen gegeben? Machte sie einen so unwichtigen Eindruck?!



Die Dragons und die Bewohner von Shangri-La kannten sich – also zumindest hatte Dragon, der Anführer der Dragons, Kontakt zu Aki gehabt – also machte sie sich keine Gedanken.
Wenn man mal von ihrer Erscheinung absah, gab es nichts, was ihre Aussage und die gesammelten Informationen weniger bedeutsam machen würde.

Dragon hatte es immer vermieden mit ihnen zusammenzuarbeiten, solange es nicht um deren Wohl ging, da sie zum einen ein eigenes Leben mit eigener Führung lebten, als auch die Tatsache, dass er deren Schicksal zwar mit retten, aber nicht durch seine Pläne erzwingen wollte.

Kurz: Er wollte nicht durch die Möglichkeit eines Fehlers Shangri-La in Gefahr bringen. Oh... Wie es Dragon wohl ging? Sie wusste, dass er ''nur'' gefangen worden war. Doch da, wo er jetzt war, konnte sie ihm jetzt nicht helfen.
Den Fahrstuhl kannte sie nicht. Dragon war der einzige, der alle Ebenen Shangri-La besucht hatte.

Also weiter! Jeden kleinen Schritt vorran... Kapuze aufgezogen, Tasche fest...

Wie sie doch ihren kleinen Körper hasste.



Da war er!
Dachte die Füchsin und stützte sich auf ihre Knie. Keuchte.

Sie stand nur noch wenige Meter von dem Gully entfernt, hatte die anderen Maskentypen nicht wieder gesehen. Zumindest so herum... Sie hatte kurze Blicke in die höheren Etagen der Gebäude geworfen, aber in den Fenstern – ob zerbrochen oder nicht – niemanden entdeckt.
Normalerweise kam niemand nach Shangri-La, ohne entdeckt zu werden.

Ihr Netzwerk war großartig und Dragon hatte oft davon profitiert.

Ihr Gesicht verzog sich... Wie würde Aki reagieren, wenn sie erfährt, dass sie gefallen waren? Dragon...

Sie schüttelte den Kopf, presste sich erneut mit dem Rücken zur Wand und begutachtete den Gully. Dieser befand sich in der Mitte einer großen Kreuzung und wenn sie richtig zählte, war dieser nur alle 5 Sekunden unbewacht. 3 Patrouillen, jeweils eine Straße entlang und eine, die in der Luft kreiste, sicherten den Eingang.
Wenn es von einer Sache zu viel auf dieser Welt gab, dann Swatbots.

Swatbots loswerden... In den Gully springen – der wie die meisten anderen schon lange seinen ''Deckel'' verloren hatte und in der Zirkulation der Bots bleiben.
Wie war Tiggra nur immer damit klar gekommen, sich an den vorbei zuschleichen?

Der erste Stein flog und landete wenige Meter von der Fassade des Hauses liegen, die an der gegenüber liegenden Seite der Kreuzung lag. Der zweite Stein flog hoch genug, zerschlug ein Fenster – wobei sie sich wünscht, das Fenster mochte ihr verzeihen es, als eines der letzten intakten, kaputt gemacht zu haben – und rannte los.
In dem Moment, in dem die fliegende Patrouille zurück kam, verschwand ihre Schweifspitze als letztes in der Tiefe.

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6 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 9:30 pm

Die alten Abwasserkanäle waren trocken gelegt und zum großen Teil eingestürzt, hier gab es nichts mehr. Von den Ratten, die hier einst für Ordnung und Sauberkeit gesorgt hatten, war nichts mehr übrig. Die Füchsin stand alleine in der Dunkelheit, ohne Licht, ohne wirklich zu wissen, in welcher Richtung noch ein heiler Gang war.

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7 Re: Ray City aka Razer City am Sa Okt 08, 2011 11:46 pm

LTF

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Immerhin war mit dem ''Leben'' der Stadt auch der Gestank aus den Abwasserkanälen gewichen. Zumindest war dies der erste Gedanke der Füchsin, während sich ihre Augen allmählich an die Dunkelheit gewöhnten. Diese wäre ohnehin das geringste Problem.
Wo lang... Das war die bessere Frage.

Still bereute sie, dass sie Dragon nie an diesen Ort begleitet hatte. Sie mochte den Gedanken nicht, dass Ray City eine solche Schattenseite hatte, aber solange die Bewohner ''glücklich'' waren... Wieso ändern? Es wäre einfach... ''Besser'' gewesen... Ohne.
Wobei es verglichen mit dem aktuellen Zustand wie ein Traum wirkt, dass es wirklich noch ein ''belebtes Treiben'' hier unten geben soll...

Hoffentlich noch gibt, wie eine gemeine Stimme in ihrem Hinterkopf sprach.



Die Füchsin nahm die Kapuze ab und schüttelte sich den Sand aus dem Fell. Ihr Kopfhaar war sehr kurz geschnitten, lag zurück gekämmt da... Ohne eine sichtliche Frisur. Wenig feminin, aber praktisch. Wäre es noch kürzer gewesen, so hatte sie beim letzten Blick in einen zerbrochenen Spiegel gedacht, könnte sie fast als Junge durchgehen.
Nicht, dass sie das damit bezwecken wollte.

Der Vorteil der Gänge war die Stille.

Sie selbst atmete ruhig und gleichmäßig... Die Ohren konzentriert auf jedes noch so kleine Geräusch in der Ferne... Doch das einzige, was sie wirklich zuordnen konnte waren die Schritte der Swatbots, die sich oberhalb des Gullys wieder in Position brachten.
Dieser Rückweg war damit versperrt.
Während sie aus ihrer Tasche ihre geliebte ''Universaluhr made in Acorn“ heraus kramte, dachte sie darüber nach, was ihre nächsten Schritte währen. Natürlich: Aki von den Plänen Robotniks erzählen. Ja, aber was dann?
Die Dragons waren geschlagen und sie wusste, dass Aki von ihr in Person sicher noch nie gehört hatte.

Sie wollte es sich zwar nicht eingestehen und versuchte sich auch mit aller Kraft in eine ähnliche Position – in Gedanken – zu bringen wie Prinzessin Sally, aber... Sie nahm sich ja selbst kaum ernst? Was sollte sie tun? Ein neues Team gründen? Die Anlagen Robotniks angreifen? Zerstören?

Mobius retten?

Sie war nicht der Typ für's Denken und Planen. Das war Dragon.

Was zuerst?

Shangri-La finden und Aki die Daten übergeben. Die Wetteranlage zerstören, den komischen Stein besorgen. Energieversorgung der gesamten Stadt lahm legen, die Fabriken zerstören und Skorpia aufhalten, ehe Verstärkung durch den Schutzwall der Stadt kommt und alles zunichte macht.

Sie nickte sich selbst für lächerlich abstempelnd zu, konnte aber nicht lachen. Ihr Blick war ernst.

Dragon hatte an den Erfolg geglaubt und sie würde es auch.

Für ihn.



In ihrer Uhr fand sie alles, was sie brauchte. Einen Kompass, Licht, ein Radio und... Eine Uhr natürlich. Licht brauchte sie nicht, aber der Kompass führte sie Richtung Osten. Jeder Schritt weiter in die Dunkelheit und vorbei an den Gängen, die vom Schein der Swatbots erhellt wurden.
Sie hatten zwar Roboterhunde dabei, die allerdings nach der Robotisierung eher dem Angriff, als dem Aufspüren dienten.
Geruchssinn war eben praktisch.

Immer wieder wurde die Füchsin vom Licht der Oberfläche erhellt. Einen Weg weiter ''runter'' gab es nicht, nur immer gerade aus oder drum herum. An einzelnen Stellen rieselte ihr Sand ins Fell, an anderen schlich sie sogar um eine Lawine zu vermeiden.
Sie war mal vor...

Langer Zeit beinahe in Treibsand unter gegangen. Keine schöne Erfahrung. Nicht zu empfehlen!



Das Licht des Tages wich von dem grellen Gelb zu einem warmen rot, als die Wege, Sackgassen und von Swatbots erzwungenen Umwege sie langsam, aber sicher ans Ende führten. Sowohl an das Ender Kanäle, als auch ihrer Kräfte.
Ihr Magen knurrte... Was nicht ungewöhnlich war in dieser Gegend, aber ihr Mund war ebenso trocken.

Ohne Essen ein paar Tage durchzustehen war kein Problem... Aber ohne Wasser würde sie nicht einmal genug Zeit haben in die Nähe von Shangri-La zu kommen. Verdursten war ein widerlicher Weg zu Grunde zu gehen. Ganz und gar nicht in ihrem Interesse.

Als sie sich, zum gefühlten Tausendsten Mal mit dem Rücken gegen die Kanalwand lehnte, sich mit der Hand übers Gesicht strich und beiläufig versuchte soviel Sand wie möglich aus dem Fell zu fingern, wurde ihr Blick von etwas eingefangen.
Auf der gegenüberliegenden Kanalwand, entsprechend nicht mal einen Meter entfernt, war etwas in die Wand geritzt worden.

Sie selbst hatte es nur aus Zufall entdeckt. Die Swatbots mit ihren Wärmesensoren hätten keine Chance es zu erkennen.
Eine Ratte. Eine normale, aufrecht sitzende Ratte.

Es musste hier sein! Irgendwo! Ganz sicher!

Wie in Trance streckte sie ihren Arm nach der Gravur aus, trat einen Schritt vor...

Hörte noch wie plötzlich eine Stimme durch den Kanal hallte und ''Vorsicht'' brüllte, ehe sie in das Loch trat, welches sie in ihrer Erschöpfung völlig übersehen hatte.
Einen kurzen Schrei und ein paar Meter tiefer endete der Sturz damit, dass die Dunkelheit sie überrumpelte.

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8 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 12:05 am

Das erste was sie vernahm war ein Licht, Kerzenschein. Ansonsten war der Raum vollkommen dunkel.

Sie fühlte eine Decke auf sich liegen, leicht aber dennoch recht warm, würde sie sie abnehmen wäre das Mädchen wohl verwundert gewesen wie ungleich kalt es im Vergleich zum Tag war in der Wüste war.

Der Durst war weg. Ihren Kopf legte sie etwas seitlich hin. Scheinbar lag sie in einer bunt gestreiften Hängematte, vor dem Bett schauten diverse Kuscheltiere sie an. Eine Zahl bunter Fabelwesen, Ponies und anderes Zeug, was man grob als 'mädchenhaft' abstempelt konnte. Ansonsten sah sie noch einen Nachttisch auf dem eben eine Kerze stand, eine Duftkerze um genau zu sein, welche den Raum mit einem süßlichen Duft erfüllte. Auch sah sie eine Feldflasche auf der schlicht die Initialen 'I.C.' standen.

Der Raum hatte eine einzelne Holzwand, die restlichen Drei waren einfach gespannte Lacken, hinter denen andere Kerzen schienen, sie machte Silouetten von Personen aus.

In diesem kleinen Abteil bemerkte sie eine weitere Person, die sich in eine Decke eingerollt hatte, an die Wand gelehnt war und schlief. Sie erkannt das die Person eine nachtblaue Schnauze hatte und langes Haar, denn einige Strähnen tauchten unter der zur Kapuze gezogenen Decke auf. Wahrscheinlich war es eine Katze, ob männlich oder weiblich konnte man nicht feststellen.

Ihr Kopf ging nach oben, wahrscheinlich um zu versuchen die Situation zu erfassen, ehe ihre Gedanken unterbrochen wurden.

"Schaut so aus als wärst du wach," hörte sie eine weibliche Stimme. Eine weibliche Katze, etwa 16 mit vollkommen schwarzen Fell war aufgetaucht. Sie trug ein Kleid mit recht freizügigem Schnitt und einem sehr femininem Gang.

Die Katze ging zu ihr und hockte sich neben sie, "Hätte der Neue dich nicht gefunden, hätten dich entweder die Sewer Rats oder die Swatbots gekriegt. Du hattest echtes Glück," sagte sie zart.

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9 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 12:27 am

LTF

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Sie bewegte sich nicht.
Nicht allein deswegen, dass sie noch nie zuvor in einer Hängematte gelegen und Angst hatte herauszufallen... Sondern auch auch – und vor allem – weil sie die Erschöpfung in ihrem Körper spürte. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie sich bewegen können...
Doch erlaubte sie sich einfach am Ende ihrer Kräfte zu sein.

Der Gedankengang, der von der Katzendame unterbrochen wurde, war der Schock sich an die Vernichtung der Dragons – ihrer Freunde – zu erinnern. Sie Sekunden, die die Katze nun brauchte um zu ihr zu kommen, nutzte die Füchsin um ihre Gedanken zum Wesentlichen zu sammeln.



Einen Moment lang ruhten nun ihre Augen einfach auf dem warmen Lächeln der Katze, ehe die Füchsin hochschreckte und sie völlig entsetzt ansah.

Füchsin:''Meine Taschen! Die Daten!?! Ich muss sofort mit Aki sprechen!''

Sie erstarrte, als die Müdigkeit ihre Glieder erneut erfasste und fiel nur dank der schnellen Reaktion der Katze nicht aus der Hängematte. Nachdem der Schwung das ''Bett'' verlassen hatte, ließ sich die Füchsin ohne Gegenwehr wieder auf den Rücken legen.
Während nun die Katze die Decke wieder zurück zog, sprach sie genauso vorsichtig wie zuvor.

Katze:''Shh... Alles in Ordnung. Deine Sachen müssten noch alle da sein, aber... Sag mir doch erstmal, wie du heißt. Hm?''

Die Augen der Füchsin weiteten sich einen Moment lang, beruhigten sich aber genauso schnell wieder. Sie hätte gerne die Augen beim Sprechen geschlossen, fürchtete aber wieder einzuschlafen.

Wo war sie überhaupt? Was war das letzte, woran sie sich erinnern konnte?

Regel Nr. 1 nach einer Ohnmacht:

Die 3 W! Wer bin ich? Wo bin ich? Was ich das letzte... Was sie eben schon gedacht hatte.

Füchsin:''Ich b... Ich... Ich heiße Sierra.''

Sie sah zur Katze hinüber und versuchte nicht allzu mitleiderregend auszusehen.

Sierra:''Ich muss dringend mit Aki sprechen. Ich hab eine Nachricht von Dragon.''

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10 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 12:48 am

"Du musst dich erstmal ausruhen, Sierra," sagte sie ruhig und nahm die Wasserflasche,"wo wir dabei sind, trink lieber noch was, du warst völlig dehydriert als der Neue dich gefunden hat."

Als die Füchsin die Flasche nahm wandte sich die Katze von ihr ab, "Aki ist momentan ohnehin sehr beschäftigt und ich glaube du willst nicht zu ihr gehen, während sie mit Massenmördern und sonstigen Psychopathen redet," erklärte sie wahrheitsgemäß.

Sie kümmerte sich scheinbar um die andere Katze, auch wenn sie sich genau in der Lichtlinie zwischen ihr und Sierra platzierte. Sie murmelte, "18...ich hoffe du gewinnst heute mal wieder. Ansonsten steckst du richtig in der Patsche..."

Sie seufzte und wandte sich wieder zu Sierra, "Sorry, wir haben hier so unsere eigenen Probleme."

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11 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 1:05 am

LTF

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Dragons Überlebensregel Nr. 7:
Prioritäten setzen.
Sie hatte offensichtlich Shangri-La erreicht... Wo sollte sie sonst sein? So viele geheime, unterirdische Städte gab es hier nicht. Die Kälte spürte Sierra deutlich unter dem Fell im Gesicht... Wobei es alles andere als unangenehm war.

Zu Kräften kommen war Priorität 1.

Priorität 2 war – in eigentlich jeder Situation – Informationen sammeln. Ohne Informationen kam man nicht sehr weit. Die offensichtlichste Frage wollte gerade von der Füchsin gestellt werden, als sie die Flasche in ihrer Hand realisierte und einen Schluck nahm.
Wasser war selten, sie trank nicht viel.

S.:''Danke... Dass ihr mich gerettet habt.''

Sie hasste den Klang ihrer Stimme in dem Moment mehr, als man es sonst normalerweise tat.

S.:''Wie heißt du?''

Die schwarze Katze schien weniger verwirrt gegenüber der Frage, sondern eher gegenüber der Tatsache, dass sie sich nicht selbst vorgestellt hatte. Den üblichen Begleitspruch, wo ihre Manieren seien, verkniff sie sich allerdings.
Das passende Lächeln dazu nicht.

M.:''Mein Name ist Mia.''



Massenmörder, Psychopathen? Störte sie nicht. Nicht, dass sie es sich einbildete... Es störte sie einfach nicht. Gedanken und Erinnerungen gingen ihr durch den Kopf, denen sie allerdings nicht nachhängen wollte. Es war nicht der Moment für Schwelgen in Erinnerungen.
Gleich ob gute oder schlechte...

Aki war beschäftigt. Kernaussage.
Shangri-La war in Gefahr... Allerdings nicht mehr, als in den letzten 7 Jahren vielleicht. Zudem hatte sie das Gespräch wann aufgenommen? Vor ein paar Stunden? Einem halben Tag? Sie trug ihre Uhr nie ums Handgelenk, was sie jetzt – wie mindestens einmal pro Tag – bereute.

Wie lange hatte sie gepennt?



Der Blick der Füchsin verengte sich sichtlich.

S.:''Ich kann so nicht herumliegen... Wenn Aki keine Zeit hat...“

Eigentlich wollte die Füchsin den Satz auf eine andere Art und Weise zu Ende bringen, aber man musste nicht einfühlsam sein, um zu merken, dass Mia ''auch'' echte Probleme hatte.
Einer der ''Schwachpunkte'' Sierras. Sie konnte einem traurigen Blick, ob unterdrückt oder nicht, einfach nicht wiederstehen.
Es machte sie weich. Marshmallowmäßig.

S.:Wenn sie keine Zeit hat, dann warte ich eben. Was genau meinst du?''

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12 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 1:18 am

"Ich habe dicht nicht gerettet, dass war, wie bereits gesagt, ein Neuankömmling in der Stadt," hatte sie das Mädchen vorher korrigiert.

Der Rest der Konversation verlief so wie beschrieben.

Die andere Person hatte sich leise grummelnd zur Seite gerollt, wahrscheinlich genervt von dem Gerede. "Die Kleine hat heute einen wichtigen Kampf und hat noch einige Blessuren von vorgestern. Es sind nur noch...ich glaube eine Stunde bis 20 Uhr, von daher. Wir sind ein wenig nervös."

Das und, dass das andere Katzenmädchen nichtmal in der eigenen Matte hatte schlafen können. Mia hatte nicht vorgehabt ein Mädchen wie die kleine in einem Freudenhaus unterzubringen, wo sie lebte und der Neuankömmling hatte selber noch kein Quartier gefunden gehabt. Das wollte sie jedoch nicht erwähnen. Es war auch nicht so wichtig.

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13 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 1:33 am

LTF

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Die Katze am Boden brachte Sierra nicht im geringsten mit ''ihrer'' Hängematte in Verbindung. Sie lag da, weiter ging ihr Gedankengang dazu nicht. Nach der Erklärung Mias sah die Füchsin nur im Augenwinkel zu dem anderen Mädchen herunter...

S.:''Es gibt diese Arenakämpfe also immer noch, hm?''

Mia schien weniger verwirrt, als überrascht, dass Sierra von den Kämpfen wusste. Die Frage, ob Sierra ''wirklich'' davon wusste kam Mia zwar in den Sinn, sprach sie allerdings nicht aus. Immerhin hätte die Füchsin sonst nicht davon gesprochen.
Dennoch fand sie es unverantwortlich, dass die Kleine davon wusste.

Dem Blick Mias begegnete die Füchsin mit einem beschämten Lächeln.

S.:''Hab' ich gerade laut gesagt? He... Passiert mir öfter in letzter Zeit.''

Ja, Sierra wusste davon. Es war nichts ''Besonderes''. Man kämpft, man siegte oder man verlor. Manchmal mehr, als nur Geld.
Sierras Blick ging wieder zur Decke.
Egal wo man hinkam, egal wie schlecht es den Leuten ging... Es gab immer verschiedene Schichten. In einer Gemeinschaft wie dieser, die – man kann es nicht anders sagen – die ''Schattenseite'' bildet, bekommt Unterschicht jedoch eine andere Bedeutung.

Freudenhäuser, Geld-Sklaverei – also Sklaven, die Schulden abarbeiteten und gewisse, ''Menschenrechte'' hatten – Arenakämpfe und Hehlerei...
Sierra hasste diesen Ort. Es passte nicht in ihr Weltbild und nicht in das, was sie erreichen wollte.

Sie seufzte leise.

Ändern konnte sie es aber auch nicht.



Während des Augenblicks der Ruhe drängte sich Sierra eine eher persönliche Frage auf...

S.:''Mia...''

Sierra zögerte, sie wollte es nicht unnötig laut aussprechen und war froh, dass Mia das Leiserwerden ihrer Stimme als Aufforderung näherzukommen deutete.

S.:''Mia... Weiß Aki, dass die Dragons besiegt sind?''

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14 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 1:49 am

Mia kannte den Blick der Füchsin zu gut. Sie seufzte.

Sie hasste Personen, die glaubten sich über sie stellen zu müssen. Ihr Gesichtsausdruck blieb dennoch gleich. Sie hatte gelernt in welcher Situation man welchen Gesichtsausdruck zeigen musste, welche Emotionen. Sie war nicht wirklich verwundert gewesen über das, was die Füchsin wusste. Sie selbst kannte es ja nicht anders. Sie hatte erst später in ihrer Karriere rausgefunden, dass es noch jene gab, die ihr Lebenswerk anders verdienten. Naja, es gab auch Huren die sich jedem Kerl anbieten mussten. Selbe Münze, andere Währung.

Sie kannte diesen Dragon nicht viel, sie hatte ein paar mal in seinen Gesprächen mit Aki teilgenommen, aber mehr auch nicht. Für einen Moment schaute sie einfach entsetzt drein, ehe sie sich entschied den Mund zu öffnen und wieder zu schließen.

Sie wollte in diesem Moment keinen Ton hinausbekommen.

Das kam von anderer Seite.

...

"Nope, keiner weiß das und ich würde es auch nicht so laut rausposaunen," ein weißer Husky mit schwarzen Flecken im Fell, in wollhose und mit Lederjacke hatte einen Teil des Tuches zur Seite geschoben und betrat den 'Raum'. Er trug ein dunkelbraun-cremefarben kariertes Halstuch und ein weißes Shirt unter der Jacke, auch keine Schuhe, wobei sein rechter Fuß in einen Verband gebunden war, der schon vor einer Weile durchgeblutet war.

Er schaute die Füchsin an, "Ich sehe das du wach bist, gut, dann kannst du mit zu Aki kommen, sofort," sagte er kühl.

"White, ich glaube nicht-" begann Mia, wurde jedoch unterbrochen.

"Erstens: Aki will sie sofort sehen, zweitens: Will ich keine Fremden in der Nähe meiner Freunde haben und drittens: Will ich keinen FREMDEN in der Nähe von Reika haben!" sagte er grimmig, seine Fäuste geballt. Mia sagte nichts mehr, sondern lächelte Sierra an.

"Schaut so aus als ob sich die Situation geändert hat, dann kannst du dich ja doch noch mit deiner Information zu ihr begeben," sagte sie mit einem lächeln.

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15 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 2:16 am

LTF

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Sierra gingen diverse Gedanken durch den Sinn, doch alle blieben unausgesprochen. Zum einen war sie – wenn auch nicht ganz ''gewollt'' an diesem Ort Gast... Zum anderen hatte sie gelernt nicht jede erhobene Stimme gleich persönlich nehmen zu müssen.
Er machte sich Sorgen um die Mädchen und das... War letztendlich etwas Gutes.

Die Füchsin hörte den Namen ''Reika'' zwar, ordnete diesen dem anderen Mädchen am Boden aber gar nicht nicht zu. Ihre letzten Gedanken, ehe sie sich in eine aufrechte Haltung zwang, galten der Frage, wie sie dem Kerl gegenübertreten sollte.
Sie atmete durch, schob mit einer Hand die Decke zur Seite und sah ihn streng an.

Ihre Worte galten aber nicht ihm.

S.:''Ist in Ordnung. Immerhin bin ich ja deswegen hergekommen, hm?''

Jetzt sah sie zu Mia und ihr Lächeln entspannte auch die Gesichtszüge der Füchsin sofort.

S.:''Ich weiß, dass du mich nicht gefunden hast, aber du hast dich um mich gekümmert. Dafür schulde ich dir was.''

Mia hätte wahrscheinlich in einer höflichen Form der Bescheidenheit widersprechen wollen, doch in dem Moment, in dem sie den Mund aufmachte, begann sich die Welt um die Füchsin herum zu drehen. Einen Moment später lag sie mit von sich gestreckten Armen und Beinen am Boden, die Augen weit aufgerissen. Die Hängematte, die sich wie von selbst bewegt hatte, schwankte noch hin und her.

Es ging doch nichts über einen kurzen Schreck um wirklich wach zu werden.

Mia, die ihr helfen wollte, wurde durch eine Handbewegung der Füchsin gestoppt. Stattdessen zeigte sie mit der Hand auf ihre Tasche.
Das Sweatshirt trug sie ja noch.

Nach einigem Hin- und Her hatte Sierra ihre Tasche wieder übergeworfen, die meiste Taubheit aus ihren Gliedern geschüttelt und auch sichergestellt, dass der Inhalt der Tasche vollständig war. Zumindest für White schien eine Ewigkeit zu vergehen, ehe Sierra endlich abmarschbereit war.

S.:''Bis dann Mia und... Viel Glück, ok?''



Sie sah White jetzt an, als ob die wenigen Minuten des ruhigen Miteinanders nie statt gefunden hätten. Ein ernster Blick, keine Furcht.

In Gedanken lächelte sie gehässig.

''Das ist also der große White'', dachte sie und erinnerte sich an die Beschreibung Dragons.

Sie wies mit der Hand zur ''Tür“.

S.:''Du vorran.''

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16 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 2:30 am

"Das glaubst auch nur du," sagte er, "Ladies first."

Mia schaute den beiden hinterher, dann zu dem Mädchen. "Ich bin immer wieder beeindruckt wie du deinen weißen Ritter einfach schaffst zu ignorieren," sagte sie. Das Mädchen beachtete sie garnicht, sie war immer woanders.

...

Shangri-La lebte nicht auf die Art, wie einst. Man sah hin und wieder eine Person vorbei laufen. Doch eine Population von knapp hundert Leuten, dass machte sich langsam bemerkbar. Auch,dass weniger Leute durchkamen. White überlegte, mit Dragons Niederlage würden nochmehr Leute das sinkende Schiff so schnell wie möglich verlassen. Ob er Lander und die anderen bitten sollte eben genau das zu tun?

Sie würden eh nicht hören.

Er schritt an der Seite des Mädchens, im Gegensatz zu dem was er gesagt hatte, beachtete er sie jedoch herzlich wenig. Eine der Schwarztuniken hatte sie identifizieren können, das hatte gerreicht um auch ihn zu überzeugen.

Es war relativ still auf den Straßen, es war nichts los. Die meisten bereiteten sich wahrscheinlich auf den großen Kampf heute abend vor. Er hatte gehört die Wetten standen bereits.

Das Duo ging in Richtung Stadtmitte und dort angekommen, standen sie vor einem Haus, einem runden Haus, welches immernoch denselben asiatischen Baustil hatte wie die anderen. Auf den Treppen zur Tür ruhte sich jemand aus, er trug eine Anzughose, ein Hemd, eine Weste und einen breitkrempigen Hut, den er über das Gesicht gezogen hatte.

White schaute zu dem Mädchen, "Freu dich, du hast Baker verpasst," sagte er. Die wenigsten Leute wussten was mit dem Namen anzufangen, entsprechend hohl klang das ganze also wahrscheinlich. Im Vorbeigehen schaute er den Typ mit dem Hut an.

"Falls du wissen willst wer dich hierhin geschleppt hat: Bitte," er zeigte auf ihn, "sagte was von, dass er sich den Freedom Fighters hier anschließen will. Tja, jetzt wird daraus wohl nichts mehr."

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17 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 2:58 am

LTF

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Sollte sie? Sie sollte... Nein, sie musste.

S.:''Worauf wartest du dann noch?''

Sie konnte sich den Satz schlicht und ergreifend nicht unterdrücken, um auf sein ''Ladies First'' zu antworten. Seinem Blick hielt sie zwar stand, wollte den Moment allerdings nicht noch unnötiger, als ohnehin schon unnötig, anfachen.
Einen Moment später ging sie, mit einem Lächeln auf den Lippen, vorraus.



Was hatte sie erwartet? Das war so ziemlich die beste Beschreibung ihres ersten Eindrucks... Die Stadt war tot... Vielleicht nicht ganz so tot wie die Oberfläche, aber tot. Wie sagte Burrow dazu? Die Stadt ist tot, sie weiß es nur noch nicht.
Wieder ein Anflug von Schmerz, der jedoch schnell zur Seite geschoben wurde.

Von den wenigen, die an White und Sierra vorbei rannten, beachtete sie niemand. Warum auch? White war sicherlich allen bekannt und wer ihn begleitete, dem konnte man entweder trauen... Oder war eben durch White weit genug unter Kontrolle, um keine Gefahr mehr darzustellen.



Der Name Baker sagte ihr was. Dragon hatte mal irgendwas ihn bezüglich erwähnt... Irgendwas, dass man ihm am liebsten das Gesicht deformieren wolle, es sich eine andere Umgangsart jedoch besser rentieren würde. Leider.
Gesehen hatte sie ihn noch nie oder erinnerte sich nicht daran.

Verflucht sei der Gedanke, dass man für all den politischen Kram immer noch Zeit gehabt hätte.



Auf die Worte Whites bezüglich der Freedom Fighter antwortete ihr Mundwerk schneller, als ihr Kopf.

S.:''Das steht noch lange nicht fest.''

Holte sie die Erkenntnis, was sie gerade gesagt hatte zwar wie ein LKW wieder ein, bereute sie es jedoch nicht. Sie war noch da und Dragon lebte... Noch. Auch in ihrer Situation war noch nicht alles verloren. Robotnik durfte und würde nie gewinnen.



Sie ließen den ''Freedom Fighter'' auf der Treppe zurück und betraten das Herz Shangri-Las... Zumindest nannte es Sierra in ihren Gedanken so... Wobei neben den unzähligen Sätzen, die sie sich jetzt zurechtlegte, wenig Platz dafür war.
Einen Vorteil hatte das Ganze... Sie konnte ihre Gedanken wesentlich besser ordnen, als gewöhnlich.

Das Gebäude selbst und auch das Innere, welches auf den ersten Blick nur aus einem einzigen, großen Raum zu bestehen schien, war völlig unbewacht. Dies schien zwar leichtsinnig, aber wenn es Robotnik wirklich schaffte von aussen hier her zu kommen, wäre eine normale Wache ohnehin sinnlos. Von innen, so dachte Sierra, hatte Aki wohl nicht so viel zu befürchten.

Zwei Frauen konnte Sierra entdecken...

Die erste musste Aki sein. Sie würdigte den ''Besuchern'' zunächst keines Blickes, sondern setzte das Gespräch mit der anderen Frau fort. Diese sah Aki entspannt und... Liebevoll an... Ein seltsamer Eindruck, den Sierra aber nicht weiter beobachtete.
Die Zweite nickte eifrig, als ob Aki ihr diverse Anweisungen machte.

White blieb stehen, verschränkte die Arme und wieß Sierra mit einer Kopfbewegung an, sich Aki zu nähern.

Diese zögerte nicht und setzte ihre Schritte entschlossen fort... Wartete aber aus Respekt darauf, dass Aki das Gespräch begann.

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18 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 8:46 pm

Ein Arm, ein Auge, eine Vielzahl von Narben. Das Fell dazwischen wirkte zwar gut gepflegt, die Tunika und die Hose waren sauber und gebügelt, aber es konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Person ein mehr oder minder erfülltes Leben gehabt haben musste.

Die Gepardin redete mit der Dackeldame, die Kurtisane die sie als Beraterin begleitete, ehe sie sich zu den beiden Neuankömmlingen zuwandte. Sie musterte das Mädchen einen Moment, ehe sie seufzte und ihre Pfeife rausholte.

"Gut, du wärst also 'Sierra'?" fragte sie, "Dragon hat mir von dir erzählt."

Sie ließ keine Zeit für eine Reaktion, "Ich bin Aki, und wie ich es sehe hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Gründe hier an seiner Stelle aufzutreten."

Die Dackelin schaute lächelnd auf die beiden Personen, der Husky hielt sich hinter der Füchsin auf, behielt sie aber im Auge. Nur weil Aki so freundlich zu ihr war, musste er ihr nicht vertrauen.

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19 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 9:50 pm

LTF

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Sierra schluckte... Was mehrere Gründe hatte.
Am wenigsten war es der Anblick der Katze... Der Gepardin? Sierra war sich auf Grund des ''Zustands'' nicht sicher, erinnerte sich aber an Dragons Beschreibung. Was auf jeden Fall passte war, dass sie eine unglaubliche Ehrfurcht ausstrahlte.

Dann war es, dass Dragon über sie gesprochen hatte...
Was sie allerdings nur mit einem Lächeln erwiederte. Genug Zeit würde es später dafür geben. Im Moment waren andere Dinge wichtiger. Zudem.. War es ihr schlicht und ergreifend zu peinlich, um das jetzt in den Vordergrund zu stellen.
Die Zeit würde kommen...

Zuletzt – vor allem anderen – war es der Teil, dass sie für Dragon hier stehen würde.

Ihre Augen wanderten einen Moment über den Boden, der mit einem wirklich wertvoll aussehenden Teppich belegt war, nickte jedoch letztendlich.
Eines nach dem anderen.



''Aki...''

Ihre Stimme klang weit trauriger, als sie wollte oder sich hätte vorstellen können, dass sie sein könnte. Sie ging bis aus wenige Schritte auf sie zu, suchte ihren Blick und hielt ihn.

''Robotnik hat unseren Standort gefunden. Ich weiß nicht wie, aber ehe wir reagieren konnte, hatten uns die Swatbots bereits umzingelt. Dragon und Viper haben alles gegeben, aber sie haben einen nach dem anderen mitgenommen. Dragon, Viper, Tigress...''

Ihre Augen bewegten sich noch, ihre Lippen jedoch nicht... Erinnerungen... Die sie mit einem Kopfschütteln abwarf.
Sie nahm ihre Tasche ab und hielt sie in beiden Händen.

''Die Dragons sind geschlagen. Alle... Alle bis auf mich. Doch deswegen bin ich nicht hier!!''

Sie würde Aki die Tasche reichen wollen...

''Ich hab' versucht die anderen zu retten, aber konnte Dragon nicht erreichen. Stattdessen konnte ich ein Gespräch zwischen Skorpia und Robotnik abfangen. Forschungsdaten, die unbedingt ausgewertet werden müssen... Wir... Ich...''

Ja was? Was erwartete sie?

Dass sie jetzt eine Armee aufstellten? Das schaffen, was die Dragons in Jahren nicht geschafft hatten? Sie wusste es nicht.
Doch was sonst?

Die Daten mussten in sichere Hände, wenn nicht zuletzt in die Hände der Prinzessin. In die, die etwas damit anzufangen wussten.

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20 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 10:05 pm

Aki schaute die kleine Füchsin kühl an, ehe sie die Pfeife vom Mund nahm und etwas Rauch ausatmete. "Zu Schade, auch wenn es abzusehen war. Mit den Ressourcen die einem hier zur Verfügung stehen war es nur eine Frage der Zeit bis man sie gekriegt hat," sagte sie ohne eine Regung im Gesicht.

Sie wandte sich in Richtung der Dackelin. "Sag' den anderen Sechs über die Situation bescheid."

Die Frau gab lächelnd zurück: "Sollten wir nicht erstmal eine Lösung für die kleine finden?"

"Es gibt keine Lösung, sie landet auf dem nächsten Boot nach draußen. Ich habe kein Interesse mich mit sowas wie den Freedom Fighters zu assozieren," lautete die Antwort.

Die Dackelin nickte und ging in Richtung Tür, "Tu' nichts dummes, Aki," sagte sie noch zum Abschied.

...

White schaute ihr hinterher, ehe er nach vorne trat. "Und? Was hälst du wirklich davon." fragte er. Er hatte keine Ahnung von diesem Dragon, hatte ihn niemals wirklich gesehen. Die Freedom Fighters hatten ihn ohnehin nie wirklich interessiert, da er auch für ihren Kampf keine Sympathie entwickeln konnte. Diesen Ort zu verteidigen erschien ihm einfach nur suspekt.

Das erste was er sah, war wie sie die Pfeife auf den Tisch legte und den Kopf in die Hand fallen ließ. Einen Moment der Pause, ehe sie zu Sierra sah.

"Keine Sorge, wir holen sie da irgendwie raus," sagte sie, "auch wenn wir erstmal Prioritäten setzen müssen. Gib' die Daten White, und du," sie drehte sich zu dem Husky, "Lass Cecilia das ganze auswerten. Sie ist die einzige mit genügend technischen Verständnis für solche Sachen. Ich will unsere Situation wissen. Jetzt wo Dragon nicht mehr für Chaos sorgen kann sind wir für Skorpia auf einem Silbertablett."

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21 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 10:43 pm

LTF

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Sie hatte irgendwann während des Wortwechsels die Arme verschränkt und einen sichtbar genervten Blick aufgelegt. Nicht wegen dem, was sie bezüglich der Situation sagten, sondern wegen ihr. ''Kleine'' passte ihr gar nicht.
Nicht, dass sie an ihrer Erscheinung irgendwas ändern könnte, aber sie wurde unbegründet von oben herab betrachtet. Einzig und allein auf Grund ihres Alters.

Einen Moment lag wollte sie sich einmischen bzw. mit Sally – der Prinzessin – vergleichen, hielt das dann aber eine Bestätigung dessen, was sie sagten.
Logisches Denken gehörte zu ihren Fähigkeiten, keine Frage. Dass sie es hasste, allerdings ebenso wenig.

Nachdem die Dackelin verschwunden war und Aki ihre ''wahren'' Gedanken offenlegte, entspannte sie sich.

Sie sah kurz herüber zu White, den sie offensichtlich falsch eingeschätzt hatte, ehe sie weiter zu Aki sprach.

S.:''Laut Skorpias Aussage sind alle, ausser Dragon, robotisiert worden. Im Moment scheinen sie aus irgendeinen Grund auf unseren nächsten Schritt zu warten. Ich weiß nicht...''

Sie schüttelte den Kopf. Irgendwas störte sie.. Aber was?

S.:''Ich weiß nicht, was ihr denkt, aber solange Dragon zu retten ist, sollten wir das als erste Priorität betrachten.“

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22 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 11:04 pm

Aki warf die Tasche zu White rüber. Sie versuchte sich zu fassen, "Prioritäten sind nicht so einfach zu setzen. Momentan sind wir in keiner Lage irgendwelche zu waghalsigen Aktionen zu vernehmen."

Ihre Worte waren ruhig, "Ich weiß nicht was Dragon erwartet hat, aber wir sind in den letzten Todeszuckungen und wir gehen ziehen uns ebenfalls bald in die Verstecke der Ratten zurück. Es ist zudem nichtmal sicher, ob uns unsere Versorger überhaupt ihren Versprechen treu bleiben, oder der Meinung sind das Robotniks Regime besser für ihre Geschäfte wäre."

Sie schaute zu White, "Oder glaubst du, dass ihr heute nochmal los könnt?"

Der Husky hatte die Tasche in der zwischenzeit begutachtet, hob nun den Kopf. "Ich halte nichts von diesen ganzen Freiheitskampf-geschwafel und einen Gefangenen rauszuholen... Sorry, aber ich habe heute bereits einen Freund verloren."

Aki nickte, "Ja, aber bring das trotzdem zu Cecilia. Wenn ihr Vergeltung suchen sollet, findet sich vielleicht was."

Der Husky nickte, drehte sich um und ging. Sie nahm einen letzten Zug, ehe sie die Pfeife auf den Tisch legte, "Und jetzt...du wirst hier noch ein wenig bleiben, erzähl mir von dir." Die Gepardin stützte ihren Kopf an der Hand, schaute interessiert zu der kleinen Füchsin. Die Frage hatte sie aus dem einfachen Grund gestellt, da sie außer Aussehen und Namen nichts von der Füchsin wusste, garnichts.

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23 Re: Ray City aka Razer City am So Okt 09, 2011 11:56 pm

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Sierra nickte, sah zu dem Sessel gegenüber dem Akis und zurück zu Aki.
Ihrem Nicken folgend setzte sich die Füchsin und jetzt, da die Stille auf sie wartete, von ihr ihr verdrängt zu werden, realisierte sie erst im Mittelpunkt zu stehen.

Was hatte sie zu befürchten?

Es war Akis warmes Lächeln, welches die Füchsin zur Entspannung verhalf. Jetzt... Einfach sprechen.

S.:''Ich...''

Sie zögerte dennoch. Erinnerungen blitzten auf.

S.:''Ich bin Sierra. Mein... Bruder... Gehörte zu den Dragons. Ich war nie... Ein offizielles Mitglied.''

Sie sah sie mit erhobener Augenbraue an.

S.:''Du weißt schon... Ich hab' mich immer um alles gekümmert, während die anderen auf Mission gegangen sind.''

Sie ließ die Ohren hängen. Normalerweise dachte sie nie an ''den Tag'', aber sie musste es. Sie musste ihre Gefühle zeigen.

S.:''Wir, also mein Bruder und ich, sind nicht in Ray City geboren. Wir sind ein Jahr vor der Übernahme durch Robotnik hergekommen und hier geblieben, als es passierte. Dragon hat uns gerettet, als Nine versucht hat einen Transporter zum Robotisierer zu zerstören.''

Sie sah zu Aki.

S.:''Mein Bruder wurde vor 2 Monaten von Skorpia gefangen genommen und seit dem hab ich nichts mehr von ihm gehört.''

Sie strich sich übers Ohr und verwuschelte ihre kurzen Haare mehr, als sie es ohnehin schon waren.

S.:''Ich weiß nicht... Geht’s nur mir so oder rede ich zuviel? Willst du irgendwas bestimmtes wissen?''

Seit wann quasselte sie überhaupt so viel und vor allem so offen?

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24 Re: Ray City aka Razer City am Mo Okt 10, 2011 12:09 am

Aki schüttelte den Kopf, "Nein, du redest nicht zuviel. Ich habe es gerne zu wissen, wen ich unter meine Flügel nehme," sagte sie.

Sie beließ es dabei, wobei sie in Gedanken zu White schweifte. So in Ordnung wie er ausgesehen hatte, plante er bestimmt diese Nacht noch zu nutzen um irgendwas zu machen. Sie hoffte nur, dass er nichts dummes tun würde.

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25 Re: Ray City aka Razer City am Mo Okt 10, 2011 12:17 am

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Sierra lächelte. Ein sicheres Lächeln.
Nicht, weil jemand sie unter ihre ''Fittiche'' nehmen wollte, sondern weil sie Entscheidungen machte. Sie selbst war jemand, die gerne handelte und aktiv war, aber... Entscheidungen waren eine andere Geschichte. All das ''Aspekte in Betracht ziehen'', ''Konsequenzen abwägen'' und...

Wie war das Wort?

Planen... Passte nicht zu ihr.

S.:''Ich danke dir dafür und ich bin mir sicher, dass es sicher bequem ist unter deinen Flügeln...''

Sie liebte ihren Humor.

S.:''Aber ich wäre glücklicher, wenn ich etwas tun könnte. So herum zu sitzen, zu warten und nichts zu tun. Das passt mir nicht... Mehr, meine ich. Ich weiß ihr kennt mich nicht und euer Misstrauen gegenüber Fremden finde ich auch sehr löblich, aber es muss etwas geben, was ich machen kann. Wer nichts macht, kommt nicht voran!''

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